WOLFENSCHIESSEN: Gewisser Respekt schwingt immer mit

Der schwere Unfall beim Bahnübergang Allmend beschäftigt Hanspeter Niederberger. Der Bauer benutzt den Übergang tagtäglich.

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Kerzen erinnern in Wolfenschiessen an den Unfall beim Bahnübergang Allmend. (Bild Markus von Rotz)

Kerzen erinnern in Wolfenschiessen an den Unfall beim Bahnübergang Allmend. (Bild Markus von Rotz)

«Man befährt jetzt den Bahnübergang schon mit einem etwas mulmigen Gefühl», sagt Hanspeter Niederberger, angesprochen auf den schweren Unfall, bei dem am Montagmorgen drei Personen ums Leben kamen und fünf zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Zug erfasste beim unbewachten Bahnübergang Allmend bei Wolfenschiessen einen Minibus.

Der Landwirt fährt täglich mit seinem Auto über den Übergang in die Münchmatt, welche auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie liegt. Als Einheimischer gewinne man mit der Zeit eine gewisse Routine, kenne den Fahrplan. «Und vor allem ist die Strecke gerade und übersichtlich.» Ein gewisser Respekt beim Überqueren schwinge aber immer mit. Er erinnert sich an eine Kollision vor sieben Jahren, die dank viel Glück glimpflich ausging. «Der Zug erwischte den Anhänger eines Holztransporters. Der Fahrer hatte ein Riesenglück, dass er nicht vom Zug gerammt wurde.»

red

Am Montagmorgen kollidierte ein Lieferwagen mit einem Zug der Zentralbahn. (Bild: Keystone)
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Der Unfall ereignete sich um 8.40 Uhr beim Bahnübergang Allmend in Wolfenschiessen. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)
Dabei wurden 3 Personen tödlich und 5 Personen schwer verletzt. (Bild: Keystone)
Die Unfallstelle aus der Vogelperspektive. Im Hintergrund das mögliche Ziel der Touristen: Ein Wasserfall. (Bild: Leserreporterin Caroline Pirskanen)
Die verunfallten Personen waren alle Insassen eines Kleinbusses und israelische Staatsangehörige. (Bild: Keystone)
Die Schwerverletzten wurden mit der Rega und der Ambulanz in Schweizer-Spitäler transportiert. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)
Passagiere der Zentralbahn wurden keine verletzt. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
Im Einsatz standen der Rettungsdienst mit 5 Ambulanzen aus den Kantonen Luzern, Nidwalden und Uri, zwei Helikopter der Rega, die Stützpunktfeuerwehr Stans, die Feuerwehren Wolfenschiessen und Dallenwil, Zentralbahn-Mitarbeiter, die Nidwaldner Staatsanwaltschaft und die Polizei. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
Die Kantonsstrasse, sowie die Bahnstrecke, mussten für mehrere Stunden gesperrt werden. (Bild: Keystone)
Der Verkehr musste angehalten werden. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
Bild: Keystone
Die Polizei informiert nach dem Mittag an der Pressekonferenz. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)
Der Unfall ereignete sich im Gebiet Allmend (rot eingekreist) in Wolfenschiessen (Bild: Keystone)
Die Unfallstelle aus der Vogelperspektive. (Bild: Leserreporterin Caroline Pirskanen)
Auf dieser Strecke krachte es nicht zum ersten Mal: Am 21. Juli 2014 stiess ein ausländischer Autofahrer beim Bahnübergang Oberau zwischen Wolfenschiessen und Dallenwil mit einem Zug der Zentralbahn zusammen. Verletzt wurde niemand. (Bild: Keystone)
Januar 2013: Ein Zentralbahn-Zug kracht in einen Lieferwagen. Der Chauffeur stirbt. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Am Montagmorgen kollidierte ein Lieferwagen mit einem Zug der Zentralbahn. (Bild: Keystone)