Verkehr
Durchgangsbahnhof in Luzern rückt in weite Ferne: Nidwalden soll sich vorerst auf eigene Projekte konzentrieren

Nach den neusten Verlautbarungen aus Bern scheint der Tiefbahnhof Luzern in weitere Ferne zu rücken. Das sind auch für Nidwalden neue, unerfreuliche Perspektiven.

Philipp Unterschütz
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Aufgrund einer Interpellation der Mitte-Landräte Mario Röthlisberger (Ennetbürgen) und Daniel Krucker (Emmetten) hatte die Regierung in ihrer ursprünglichen Antwort noch betont, wie wichtig der Durchgangsbahnhof in Luzern auch für Nidwalden sei. «Je attraktiver das Bahn­angebot in Luzern, desto bessere Verbindungen sind auch für unseren Kanton möglich», hiess es darin.

Nun musste das Parlament zur Kenntnis nehmen, dass nach den neusten Aussagen des Bundes der Durchgangsbahnhof Luzern in weitere Ferne zu rücken scheint.

Eine Visualisierung des Durchgangsbahnhofs in Luzern.

Eine Visualisierung des Durchgangsbahnhofs in Luzern.

Bild: PD

Es brauche beim Bahnausbau nun eine «Konsolidierungsphase». Ziel müsse sein, das Netz bis 2035 nicht nur auszubauen, sondern vor allem auch zu stabilisieren, hiess es in den vergangenen Tagen aus Bern. Auch der Bundesrat schreibt in seinem Bericht «Perspektive Bahn 2050»: Bis 2033 könnten keine neuen Bauprojekte mehr gestartet werden.

Das sind auch für Nidwalden neue, unerfreuliche Perspektiven. Man gehe nun davon aus, dass die Regierung und die Nidwaldner Vertreter in Bern intervenieren würden, so Mario Röthlisberger. Ansonsten bleibe nun Zeit, in der sich Nidwalden um seine eigenen Projekte im öffentlichen Verkehr kümmern könne, wie den Halbstundentakt nach Engelberg.