Umfahrung Stans West
Gegner wollen verhindern, dass bei einem Nein die Entlastung in einer Sackgasse endet

Gegen die Umfahrung Stans West führt ein überparteiliches Komitee den Abstimmungskampf, jetzt stellen sie ihre Forderungen bei einem Nein vor.

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Die Entlastungsstrasse soll zwischen Rotzlochstrasse und Ennetmooserstrasse entstehen.

Die Entlastungsstrasse soll zwischen Rotzlochstrasse und Ennetmooserstrasse entstehen.

Bild: Florian Pfister (Stans, 4. Oktober 2022)

Dass Stans und Umgebung vom Verkehr entlastet werden müssen, steht auch für das überparteiliche Komitee ausser Frage. Als problematisch erachtet das Komitee das schlechte Kosten-Nutzen-Verhältnis und die ungeklärten Fragen im Zusammenhang mit dem Projekt. Das aktuelle Projekt der Umfahrungsstrasse im Westen von Stans lässt viele Fragen offen, vor allem hinsichtlich der nachgelagerten Kosten für die Nidwaldner Bevölkerung.

Das überparteiliche Nein-Komitee erachtet es als problematisch, dass die Bevölkerung über eine Umfahrungsstrasse entscheiden muss, obwohl zentrale Fragen noch ungeklärt sind. Aus diesem Grund hat das Komitee einen Kriterienkatalog erarbeitet, um aufzuzeigen, dass bei einem Nein die Entlastung von Stans nicht in einer Sackgasse endet. Dem Komitee ist es ein grundlegendes Anliegen, die offenen Fragen zu klären und dabei die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

  • Es muss ein alternativer, detaillierter Variantenvergleich ausgearbeitet werden.
  • Die flankierenden Massnahmen für Stans und Umgebung müssen Teil vom Projekt werden.
  • Die ÖV-Haltestelle Bitzi, die auch im Gesamtverkehrskonzept aufgeführt ist, wird wieder Bestandteil weiterer Abklärungen.
  • Mitfinanzierung einer Entlastungsstrasse durch den Bund in Zusammenhang mit dem Agglomerationsprogramm 5. Generation ist wieder in Betracht zu ziehen. 

Bei einer Ablehnung des aktuellen Projekts Stans West am 27. November wird sich das überparteiliche Komitee aktiv dafür einsetzen, dass die aufgeführten Punkte in einem politischen Vorstoss zeitnah ausgearbeitet werden. (pd)