Stans
Das neue Frohsinnpaar heisst Norbert I. und Isabelle Kuster

Die kommende Stanser Fasnacht wird ohne Umzug stattfinden. Die Frohsinngesellschaft entscheidet dieses Jahr endgültig über ihr Vereinslokal Tellengaden – der Planungskredit ist jetzt genehmigt.

Richard Greuter
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Frohsinnvater Norbert I., Präsident Sören Schwitzky, Sohn Nando, Tochter Sina und Frohsinnmutter Isabelle Kuster (von rechts).

Frohsinnvater Norbert I., Präsident Sören Schwitzky, Sohn Nando, Tochter Sina und Frohsinnmutter Isabelle Kuster (von rechts).

Bild: Richard Greuter (Stans, 8. Dezember 2021)

Eins ist sicher: An der nächsten Fasnacht wird der Schnupf-Konsum in Stans markant steigen. Kurz nach der Bekanntgabe liess der neue Frohsinnvater Norbert I. im ganzen Turmattsaal Schnupf verteilen. Bereits auf der Bühne gönnten sich das künftige Frohsinnpaar Norbert I. und Isabelle Kuster mit ihren Kindern Nando und Sina sowie Präsident Sören Schwitzky einen Schnupf. Kurz danach hiess das Frohsinnpublikum das neue Frohsinnpaar mit einer stehenden Ovation herzlich willkommen.

In seiner kurzen Antrittsrede hielt Norbert I. kurz die Hand auf sein Herz und sagte: «Es pöpperlet grad ordeli.» Dabei erzählte er den etwa 170 anwesenden Frohsinnler und zahlreichen Gästen, dass vor genau 50 Jahren sein Vater Josef Kuster als neuer Frohsinnvater vorgestellt wurde, und er bereits im Alter von zehn Jahren bei den «Guugen Bodäsuri» mitgewirkt hatte.

Erich I. wird zum Ehrenmitglied ernannt

Auch wenn die kommende Fasnacht ohne Umzug stattfinden wird, das Frohsinnpaar wird genügend Gelegenheit haben, ihren Stempel aufzudrücken. Als Motto wählte es: «Läbä - liebä, - lachä, friächer, hitt und more.»

Mit grossem Applaus ernannten die Mitglieder der Frohsinngesellschaft den noch amtierende Frohsinnvater Erich I. zum Ehrenmitglied. Er bedankte sich für diese Ehre und für die zwei schönen Jahre. «Ich danke Ihnen, dass ihr mich ausgehalten habt.» Dabei bat er seine Familie auf die Bühne und bedankte sich auch bei ihr. Sämtlichen Vorstandsmitgliedern überreichte er eine Solidaritäts-Plakette vom vergangenen Jahr. Getreu seinem Motto «Shot of Glory; Old Wild West im Goldrausch», liess er die vergangenen zwei Jahre mit eindrücklichen Bildern und kräftigen Country-Melodien nochmals Revue vorübergleiten.

Frohsinn auf der Suche nach der Fasnacht

Die fehlende Fasnacht vom vergangenen Jahr hat auch bei der Frohsinngesellschaft Spuren hinterlassen. In einem lustigen Sketch suchte Julian (Reto Gabriel) fieberhaft nach der Fasnacht: Auf seiner Europareise gelangte er mit seinem Team bis nach Sizilien. Aber eine Fasnacht war dort nicht zu finden. Dafür fanden sie drei edle Tropfen Frohsinnwein. Später fanden sie auch noch eine neue Fasnachtsplakette aber keine Fasnacht. Auch ein Wahrsager konnte nicht weiterhelfen, bis schlussendlich das neue Frohsinnpaar auftrat und alles klarmachte.

Schon seit Längerem befasst sich die Frohsinngesellschaft mit der Zukunft ihres Vereinslokals. «Der Tellengaden gibt immer wieder Anlass für Diskussionen», sagte Kassier Bruno Christen, der die Zielrichtung skizzierte. Für die nächsten Planungsschritte genehmigte die Versammlung einen Planungskredit von 30’000 Franken. Im Fokus liegen unter anderem eine Totalsanierung oder ein Neubau mit drei Wohnungen. Endgültig entschieden wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung.

Die restlichen statuarischen Geschäfte warfen keine allzu hohen Wellen. Materialverwalter Beat Vetterli trat nach sieben Jahren als Vorstandsmitglied zurück. Die zur Wahl gestandenen Vorstandsmitglieder Reto Gabriel, Markus Blättler, Kevin Imobersteg und Dave Kesseli wurden in ihren Ämtern mit Applaus bestätigt. Bei einem Aufwand von 61’017 Franken schloss die Rechnung von Bruno Christen mit einem Mehraufwand von 20’055 Franken ab.