SCHWAN: Horwer Schwan von Nidwaldner Justiz getötet

Der Schwan vom Horwer Winkel lebt nicht mehr. Die Nidwaldner Behörden griffen hart durch. Obwohl er geschützt ist.

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Der berüchtigte Schwan anfangs Juli im Horwer Sternenmättli. Bild Remo Nägeli/Neue LZ

Der berüchtigte Schwan anfangs Juli im Horwer Sternenmättli. Bild Remo Nägeli/Neue LZ

Seit Mitte Juni hat der Schwan in der Horwer Bucht des Vierwaldstättersees sein Unwesen getrieben. Um seine Jungen zu schützen, legte er ein äusserst aggressives Verhalten an den Tag und griff bei der Badi im Winkel regelmässig Schwimmer an.

Dies ging so weit, dass die Behörden in Horw ein Warnschild aufstellen mussten, welches Badende warnte. Damals sagte Josef Muggli, der Luzerner Fischerei- und Jagdverwalter: «Ein Abschuss kommt nicht in Frage, der Schwan ist ein geschütztes Tier.»

Diese Bedenken teilen die Nidwaldner Behörden offensichtlich nicht: Nachdem sich der Schwan nach Nidwalden begeben und auch dort einen Schwimmer angegriffen hatte, nahmen ihn die Nidwaldner Behörden vorübergehend gefangen.

Auch in Gefangenschaft aggressiv
«Der Schwimmer ist fast ertrunken», heisst es beim Kantonalen Justizamt Nidwalden. «Wir versuchten, ihn innert drei Tagen irgendwo unterzubringen. Einen passenden Platz haben wir nicht gefunden», sagt Hansjörg Vogel, Vorsteher des Nidwaldner Amtes für Justiz, gegenüber dem Zentralschweizer Fernsehen TeleTell.

«Deshalb mussten wir den Schwan eliminieren», so Vogel. Der Schwan habe sich auch in Gefangenschaft sehr aggressiv verhalten.

Vorwürfe kontert Vogel: «Es ist uns ein Anliegen, zur Natur zu schauen. Um die Sicherheit aber wieder herzustellen, mussten wir in diesem Fall einschreiten.»

Stefan Schütz