Rudersport
Auf dem Sarnersee wird wieder um Medaillen gerudert

Am Pfingstwochenende findet in Sarnen die 36. Ruderregatta Sarnersee statt. Die Vorbereitungen waren intensiv.

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An den beiden Regattatagen am 4. und 5. Juni werden sich wieder annähernd 1400 Boote auf dem Sarnersee tummeln und die Wiese hinter der Seestrasse in Sarnen in einen riesigen Bootslagerplatz verwandeln. Wie die Organisatoren mitteilen, sei bei so viel Bootsverkehr der Arbeitsaufwand der Helferteams auch entsprechend.

Die Stege zum Ein- und Auswassern der Bote müssen für der Regatta Sarnersee jeweils extra gebaut werden.

Die Stege zum Ein- und Auswassern der Bote müssen für der Regatta Sarnersee jeweils extra gebaut werden.

Bild: PD

Nach zwei Jahren Unterbruch freut sich das Organisationskomitee auf die 36. Durchführung der traditionellen Ruderregatta. Ein Team von über 100 freiwilligen Helfern um Regattapräsidentin Dorothy Rosenberger ist vor, während und nach der Regatta für einen reibungslosen Ablauf besorgt.

Viel Handarbeit

Damit alle Aktiven auf dem Wasser eine perfekte Infrastruktur vorfinden, haben die praktischen Vorbereitungsarbeiten bereits eine Woche vor der Regatta begonnen. Den grössten Aufwand erfordere hier der Aufbau der Regattastrecke auf dem See mit den abgesteckten Bahnen, schreiben die Organisatoren. Sarnen bietet den Ruderern acht Bahnen mit einem sogenannten Halbalbanosystem an. Dies bedeutet, zwei Boote teilen sich ihre Bahn innerhalb von zwei Bojenketten. Gemäss international gültigem Reglement ist für die Orientierung der Ruderer alle zehn Meter eine Boje notwendig.

Konkret muss Ressortleiter Manfred Wallimann mit seinem zehnköpfigen Helferteam fünf Seilketten mit einer Gesamtlänge von über elf Kilometern spannen und an diesen 1000 Bojen befestigen. Vom Ufer in Sachseln werden die Drahtseile per Motorboot in Richtung Sarnen abgespult. Jede einzelne Boje wird per Hand mittels Karabiner an das Drahtseil eingehängt. Das Team an Land spannt die Seile mittels einer Handwinde und fixiert sie mittels Seilklemmen an ihrer endgültigen Position. Für den Regattabesucher mag es selbstverständlich sein, dass die Bojenketten absolut gerade, parallel und einheitlich breit erscheinen. Für das Aufbauteam bedeutet dies im Idealfall jedoch einen Arbeitsaufwand von 200 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden.

Temporäre Stege gebaut

Dazu kommen noch die elektrischen Installationen für die Kommunikation, Zeitmessung, Lautsprecherdurchsagen und Livevideoübertragungen sowie die Bauten der temporären Steganlagen zum Ein- und Auswassern der Boote. «Für die Regatta werden drei temporäre Stege aus Schwimmelementen zusammengesetzt», wird Ressortleiter Fredi Haller zitiert. Jedes Element wiegt 200 Kilo. Benötigt werden total 22 Elemente, welche mit einem Pneukran an der Rampe am Seefeld ins Wasser gehievt werden und auf dem Wasser zusammengebaut werden. Die Stege werden dann von Hand an ihre Positionen manövriert und sind so konzipiert, dass an jeder Seite auch ein 17 Meter langer Achter gewassert werden kann. Der Pneukran setzt nach der Verankerung noch die Rampenstücke ab, welche die Verbindung zwischen Steg und dem Ufer bilden. Weiter werden noch total 200 Quadratmeter Schutzplatten im Gelände verlegt, um den Rasen im Seefeld zu schonen. Fredi Haller und sein zwölfköpfiges Team benötigen für den Aufbau der Steganlagen und für die Verlegung der Schutzplatten 80 bis 90 Arbeitsstunden, damit die Ruderer ein perfektes Umfeld vorfinden. (pd/nke)