Oberdorf
Stimmberechtigte geben klare Zusagen zu allen Anträgen

Das umfangreich überarbeitete neue Friedhofreglement der Gemeinde Oberdorf fand uneingeschränkte Zustimmung. Gleich mehrere Ratsmitglieder wurden an der Gemeindeversammlung verabschiedet.

Franz Niederberger
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Nach zwei Jahren durfte Gemeindepräsidentin Judith Odermatt-Fallegger wieder im üblichen Rahmen 79 Stimmberechtigte in der Aula Oberdorf begrüssen. Das Jahr 2021 hätte für Oberdorf zum Jahr des Feierns werden können. Sehr zum Leidwesen konnten die Landratspräsidentenfeier von Stefan Bossard und die Wahl von Frau Landammann Karin Kayser-Frutschi zusammen mit der Bevölkerung jedoch nicht stattfinden. Eine kleine Feier in würdigem Rahmen ging im Kollegisaal in Stans über die Bühne.

Bei einer Klausur des Schulrates zum Thema «Einheitsgemeinde» sah der Schulrat wenig Vorteile zur Zusammenlegung von Schul- und Politischer Gemeinde. Trotzdem ist der Druck durch die Politik Tatsache, in den allermeisten Gemeinden im Kanton sind die Einheitsgemeinden etabliert. Die beiden Gremien, Politische- und Schulgemeinde, werden eine Arbeitsgruppe gründen, die nach dem Amtsantritt der neuen Ratsmitglieder eingesetzt werden soll. Eine neue Herausforderung auf Behörden, Schulleitung und Lehrpersonen ist der Ukraine-Krieg, der viele Menschen auch in die Schweiz trieb. Die Kinder sollen möglichst schnell beschult werden.

Die neuen Schulrätinnen Gabriela Hess (links) und Christine Liem sowie (vorne von links) das neue Mitglied Finanzkommission Peter Schmid und die neuen Gemeinderäte Thomas Beck und Andreas Knüsel. Es fehlt die neue Gemeinderätin Martina Lüthi-Meier.

Die neuen Schulrätinnen Gabriela Hess (links) und Christine Liem sowie (vorne von links) das neue Mitglied Finanzkommission Peter Schmid und die neuen Gemeinderäte Thomas Beck und Andreas Knüsel. Es fehlt die neue Gemeinderätin Martina Lüthi-Meier.

Bild: Franz Niederberger (Oberdorf, 22. Juni 2022)

Wie in fast allen Gemeinden Nidwaldens konnte auch Oberdorf wesentlich bessere Steuererträge verbuchen, wie Kassierin Marina Grossrieder mitteilte. Diese wesentlich grösseren Einnahmen als im Budget vorgesehen, waren der Hauptgrund für das erfreuliche Gesamtergebnis mit einem Gewinn von 554'095 Franken. Trotzdem hielt sich die Euphorie in Grenzen. Zu denken geben der Kassierin die Abnahme der Steuerzahler. Grosse Aufwendungen würden in Zukunft die Kasse belasten: Die beschlossenen Investitionen wie die Werkstoffsammelstelle und insbesondere die Bäche würden unter anderem die Rechnung in Zukunft belasten. Der Abschluss ist positiv, aber der Gemeinderat wird gefordert sein, Projekte zu entwickeln, die vertretbar sind. Der Antrag, die Jahresrechnung sowie die Nachtragskredite zu genehmigen und den Ertragsüberschuss von 554'095 Franken in das kumulierte Eigenkapital zu übertragen, fand bei den Stimmberechtigten Zustimmung.

Wahlen und Sachgeschäfte

Ausführlich erläuterte Gemeinderat David Schmid das neue Reglement über das Friedhofs- und Bestattungswesen Büren. Dabei erwähnte er vor allem die sehr moderaten Tarife und die Ermächtigung und Auftrag des Gemeinderates, die Gebühren periodisch zu überprüfen und anzupassen. Das neue Reglement wurde gutgeheissen.

Wiedergewählt wurden Beat Niederberger und Josef Odermatt als Mitglieder in der Finanzkommission. Neu gewählt wurde Peter Schmid, er ersetzt Marcus Risi.

Diskussionslose Zustimmung fanden die Sachgeschäfte der Schulgemeinde, dazu gehörten der Rechenschaftsbericht sowie die Schulgemeinderechnung mit dem Bericht und Antrag der Finanzkommission. Zur Wiederwahl in der Finanzkommission stellten sich Bernadette Christen und Kerstin Märkisch, auch sie erhielten das Vertrauen.

Abtretende Gemeinderäte verabschiedet

Gebührende Ehre und Geschenke erhielten die abtretenden Gemeinderäte David Schmid, Claudio Clavadetscher und Thomas Businger sowie die Schulrätinnen Silvia Daucourt und Irena Businger. «Wenn man Entscheidungen treffen muss, braucht man nicht Zeit, sondern Mut», äusserte sich Gemeindepräsidentin Judith Odermatt abschliessend. 2021 sei ein Jahr der Entscheidungen gewesen, das von der Coronapandemie bzw. durch die resultierenden Einschränkungen geprägt gewesen sei. Im Jahre 2021 habe man lernen müssen, Veränderungen mutig zu begegnen, alte Pfade zu verlassen und neue Wege einzuschlagen.