Gemeindeversammlung Oberdorf
Ein Einzelgrab kostet nun 300 Franken

Im neuen Friedhofsreglement kosten auch Einzelgräber. Für andere Grabformen sinken hingegen die Nutzungsgebühren.

Matthias Piazza
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Der Friedhof in Büren.

Der Friedhof in Büren.

Bild: Matthias Piazza (2. Juni 2022)

Für Einzelgräber (Erdbestattung) und Einer-Urnengräber im Friedhof Büren musste man bisher nichts zahlen. Das ändert sich mit dem neuen Friedhofsreglement, das der Gemeinderat der Begebenheit des Friedhofs Büren angepasst hat und an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni vorlegt. Dabei hat er auch die Gebühren überprüft. Demnach muss man künftig 300 Franken für die 20-jährige Nutzungsdauer bezahlen. Auch das Gemeinschaftsgrab ist nicht mehr gratis, es kostet künftig 300 Franken, um die Unkosten für die Unterhaltsarbeiten zu decken. Hingegen wurden die Nutzungsgebühren für die Urnenwand und den Urnenhain von 900 auf 600 Franken gesenkt und dabei auch die Nutzungsdauer vereinheitlicht, von 15 oder 20 Jahren auf 20 Jahren. «Wir erachten die moderaten Tarife als fair und angemessen», sagt dazu der zuständige Gemeinderat David Schmid.

Da der Oberdorfer Gemeindeteil zur Pfarrgemeinde Stans gehört, können Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Oberdorf wählen, ob sie im Stanser Friedhof bestattet werden wollen, oder im Friedhof in Büren, der zur Kaplanei Büren gehört.

Der Friedhof Büren mit dem Urnenhain im Vordergrund und der Urnenwand (hinten).

Der Friedhof Büren mit dem Urnenhain im Vordergrund und der Urnenwand (hinten).

Bild: Matthias Piazza (2. Juni 2022)

Gewinn in Jahresrechnung

Abgestimmt wird auch über die Jahresrechnung, die mit einem Gewinn von 555'000 Franken abschliesst – dies bei einem Ertrag von 4,10 Millionen Franken. Vor allem höhere Erträge sorgten für diesen Gewinn, der rund eine halbe Million Franken höher ist als erwartet, wie der Gemeinderat in der Botschaft schreibt. Insbesondere die Grundstückgewinnsteuer wie auch die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen seien deutlich höher als budgetiert ausgefallen. Auf der Ausgabenseite seien verschiedene Aufwandspositionen nicht voll ausgeschöpft worden, auch weil wegen der Pandemie verschiedene Anlässe und Sitzungen ausgefallen seien. Die politische Gemeinde investierte im vergangenen Jahr für 729'000 Franken.

Die Rechnung der Schulgemeinde schliesst bei einem Ertrag von 6,94 Millionen Franken mit einem Gewinn von 6662 Franken ab. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss von rund 140'700 Franken. Zum guten Ergebnis trugen unter anderem der um 99'700 Franken geringere Personalaufwand und die um 52'300 Franken geringeren Sach- und Betriebsaufwände bei, wie der Schulrat in der Botschaft schreibt. Investiert wurde für 54'100 Franken.

Gemeindeversammlungen Oberdorf: Mittwoch, 22. Juni, ab 19.30 Uhr, Aula Schulhaus Oberdorf.