Nidwalden
Staatsarchiv beleuchtet Stanser Pestgräber

Das Staatsarchiv Nidwalden lädt zum Tag der offenen Tür und präsentiert erstmals Erkenntnisse zu archäologischen Grabungen von 2016 in Stans.

Drucken
Das Staatsarchiv Nidwalden gewährt am 11. Juni spannende Einblicke in die Geschichte der Seuchen im Kanton Nidwalden.

Das Staatsarchiv Nidwalden gewährt am 11. Juni spannende Einblicke in die Geschichte der Seuchen im Kanton Nidwalden.

Bild: Archiv Nidwaldner Zeitung

Wie arbeitet ein Archiv? Welche Angebote stellt es bereit? Und vor welchen Herausforderungen stehen sie? Diese Fragen will das Staatsarchiv Nidwalden im Rahmen des schweizerischen Archivtags der Öffentlichkeit beantworten. Der schweizerische Archivtag findet alle fünf Jahre statt, letztmals im Juni 2017.

Das Staatsarchiv Nidwalden heisst am Samstag, 11. Juni, interessierte Besucherinnen und Besucher unter dem Titel «Pest, Grippe und andere Seuchen» willkommen. Zusammen mit der angegliederten Fachstelle für Archäologie werden laut einer Medienmitteilung spannende Einblicke in die Geschichte der Seuchen im Kanton Nidwalden gewährt – eine Geschichte, die bereits vor der Coronapandemie immer wieder aktuell war. In einer Ausstellung werden Archivquellen sowie archäologische Fundstücke zu Seuchen präsentiert. Und auf Archivführungen zeigen Mitarbeitende, wie ein Archiv funktioniert.

Grabungen bringen erstaunliche Erkenntnisse hervor

Im Zentrum des Programms steht ein Vortrag über die Stanser Pestgräber. Dabei werden erstmals Ergebnisse aus der archäologischen Grabung von 2016 bei der Pfarrkirche in Stans präsentiert. Vor sechs Jahren gruben Archäologen Teile des alten Friedhofs bei der Pfarrkirche in Stans aus und fanden unter anderem Mehrfachbestattungen.

In komplizierten Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass die gemeinsam Bestatteten an der Pest gestorben waren. Wie kommt man zu diesem Ergebnis und was bedeutet das für die Geschichte Nidwaldens? Archäologe Hermann Fetz und Historikerin Chantal Camenisch gehen auf diese Fragen ein und erläutern, welch erstaunliche Schlüsse daraus und aus anderen Ergebnissen der Grabung gezogen werden können. (pd/nke)

Hinweis: Archivtag im Staatsarchiv Nidwalden am 11. Juni, 13–16 Uhr. Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie hier.