Nid-/Obwalden
Jodlerinnen und Jodler sammeln mit ihren Auftritten Geld für krebskranke Kinder

Die Jodlergruppe Alpegruess aus Ennetbürgen und der Jodlerklub Alpnach haben für einen guten Zweck gesungen.

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An drei Abenden im Vorfeld von Weihnachten haben drei Jodelformationen aus den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden zu einem Benefizkonzert eingeladen: die Jodlergruppe Alpegruess aus Ennetbürgen, der Jodlerklub Alpnach sowie die Jodelgruppe Chriensertal. Die dabei erhobene Kollekte ist bestimmt für krebskranke Kinder am Luzerner Kinderspital beziehungsweise die Stiftung Theodora.

Die drei Formationen traten unter der Leitung der Dirigentin Silvia Windlin in den Pfarrkirchen von Buochs und Kerns sowie in der Jesuitenkirche in Luzern auf. Je eine Vertretung der drei Jodelformationen zusammen mit Silvia Windlin haben dem Kinderspital kürzlich einen Check über 12'500 Franken symbolisch übergeben. Freimut Schilling, Leitender Arzt der Kinderonkologie, nahm die Spende stellvertretend für die krebskranken Kinder und die «Traumdoktoren» der Stiftung Theodora – Zauber- und Theaterkünstler, welche die Kinder im Spital besuchen – in Empfang. Er dankte allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement.

Von links: Freimut Schilling, Stefan von Atzigen (Jodlerklub Alpnach), Silvia Windlin (Dirigentin), Urs Röthlisberger (Jodlergruppe Alpegruess) und Ramona Felder (Jodelgruppe Chriensertal).

Von links: Freimut Schilling, Stefan von Atzigen (Jodlerklub Alpnach), Silvia Windlin (Dirigentin), Urs Röthlisberger (Jodlergruppe Alpegruess) und Ramona Felder (Jodelgruppe Chriensertal).

Bild: PD

Viel Sympathie für die Kleinsten

Es sei immer wieder schön zu erfahren, wie viel Sympathie das Kinderspital und die krebskranken Kinder und Jugendlichen in der Bevölkerung geniessen. Von einem Aufenthalt im Kinderspital sei nicht nur das jeweilige Kind, sondern die ganze Familie betroffen. Eltern und Geschwister würden mit den kleinen Patientinnen und Patienten mitleiden. Er freue sich darum sehr, dass die Spende auch für die «Traumdoktoren» der Stiftung Theodora gedacht sei.

Diese begleiten Kinder etwa vor Operationen und bereiten sie spielerisch darauf vor. Sie lachen, improvisieren oder zaubern mit ihnen und sorgen so für Ablenkung. Studien würden zeigen, dass diese Art der Begleitung die seelische Belastung für ein Kind markant reduzieren könne.

Regierungsvertreter bedanken sich

An jedem Auftrittsort der Jodlerinnen und Jodler begrüsste ein Mitglied der jeweiligen Kantonsregierung das Publikum und die drei Formationen. «Ich bin sehr berührt. Ihr, liebe Jodlerinnen und Jodler, wart unsere ‹Traumdoktoren›. Ihr habt uns mit euren Jodelklängen für eine Zeit lang aus unserem Alltag geholt und uns für einen Moment alles um uns vergessen lassen», sagte die Obwaldner Finanzdirektorin Cornelia Kaufmann-Hurschler gemäss einer Mitteilung.

Nidwaldens Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann habe sich ebenfalls gerührt vom Konzert gezeigt. «So viele schöne Lieder und Jodelgesang, so viele fröhliche Menschen, so viele offene Türen, so viel Stille und Dankbarkeit», wird er in der Mitteilung zitiert. Er habe Silvia Windlin für ihre Initiative zu diesen Konzerten und ihr uneigennütziges Engagement gedankt. Sie öffne damit Türen, «um einen Batzen für unser Kinderspital zu sammeln». (pd/lur)