Neuer Geschäftsführer bei der Nidwaldner Stuckatura-Antonini AG

Markus Antonini hat die Leitung seiner Firma an Carlos Gomes übergeben. Das Unternehmen hat sich einen Namen für Kirchenrenovationen gemacht und ist in der ganzen Schweiz tätig.

Martin Uebelhart
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Firmengründer Markus Antonini (links) mit Carlos Gomes, dem neuen Geschäftsführer der Stuckatura-Antonini AG, in der Wallfahrtskirche Maria-Rickenbach. (Bild: Martin Uebelhart (Niederrickenbach, 5. Februar 2019))

Firmengründer Markus Antonini (links) mit Carlos Gomes, dem neuen Geschäftsführer der Stuckatura-Antonini AG, in der Wallfahrtskirche Maria-Rickenbach. (Bild: Martin Uebelhart (Niederrickenbach, 5. Februar 2019))

Eben noch waren Carlos Gomes und sein Team in der Kirche von Küssnacht am Rigi am Arbeiten. Jetzt entfernt er mit Mario Lussi und Natalie Würsch in der Wallfahrtskirche Maria-Rickenbach mittels Trockenreinigung die Verschmutzung vergangener Jahre. Seit dem 1. Januar ist Gomes Geschäftsführerer der Stuckatura-Antonini AG. «Es ist der richtige Zeitpunkt für die Firmenübergabe», sagt Markus Antonini im Gespräch mit unserer Zeitung. «Ich habe mein Ziel als Unternehmer erreicht und hatte diese Nachfolgeregelung seit einiger Zeit im Kopf», hält er fest. Da niemand aus seiner Familie in seine Fussstapfen habe treten wollen, habe sich die Lösung mit Carlos Gomes angeboten.

Antonini, der im Mai 50-jährig wird, will sich neuen Projekten und Herausforderungen stellen. Dafür zieht es ihn ins Oberengadin. Was genau er in Zukunft machen will, steht noch nicht fest. «Das lasse ich auf mich zukommen», meint er. Noch bleibt Antonini Inhaber und Hauptaktionär der Firma, will dem Team beratend zur Seite stehen. Geplant ist, dass im Jahr 2022 die Aktien auf Carlos Gomes übergehen. «Für mich ist es eine Chance für eine Weiterentwicklung vom Projektleiter zum Geschäftsführer», sagt der 29-jährige Gomes zu seiner Motivation, die Nachfolge zu übernehmen. Er absolvierte bereits seine Gipserlehre bei Stuckatura-Antonini und arbeitet seit mittlerweile elf Jahren im Betrieb.

Mit dem Speziallift hoch über den Kirchenbänken

Gegründet hat Markus Antonini seine Firma im Jahr 2001. Zuvor war er seit 1984 im Unternehmen seines Vaters tätig. Im Laufe der Jahre hat er sich mit seinem Unternehmen schweizweit in erster Linie einen Namen für Kirchenrenovationen geschaffen. Davon zeugt eine ellenlange Referenzliste auf der Firmenwebsite von Kirchen in St. Gallen über Winterthur, Luzern und Meiringen bis nach Leukerbad. Auch das Winkelried-Denkmal, das die Stuckatura-Antonini AG vor einigen Jahren auffrischte, findet sich in der Aufzählung.

Für die Arbeiten in Niederrickenbach ist vergangene Woche ein Speziallift per Helikopter zum Klosterdörfchen geflogen worden. Jetzt steht das Gerät im Kirchenschiff und Mario Lussi ist hoch über den Kirchenbänken damit beschäftigt, mit einem Trockenschwamm die Schmutzablagerungen zu entfernen, welche das Gewölbe und die Wände grau erscheinen lassen. Der Unterschied ist augenfällig: Wo er mit der Reinigung durch ist, erstrahlt der Putz wieder hell. «Der Lift ist eine Eigenentwicklung», sagt Markus Antonini. Dank der Anordnung der hydraulischen Stützen könne das Gerät inmitten der Kirchenbänke aufgestellt werden, ohne dass die Sitzgelegenheiten erst teilweise entfernt werden müssen. Mit dem Lift sei es möglich, eine Kirchenrenovation oder eine Auffrischung kostengünstiger auszuführen, als wenn ein Innengerüst montiert werde.

Die Auftragslage für das laufende Jahr sei gut, sagt Carlos Gomes zum aktuellen Geschäftsgang. «Es braucht vor allem eine gute und langfristige Planung», betont er. Denn meistens seien solche Kirchenreinigungen von politischen Entscheiden, etwa an einer Kirchgemeindeversammlung, abhängig. Die Arbeiten machten Spass, sagt er. «Man lernt viel von der Schweiz und immer wieder neue Leute kennen.» Und das Wissen steigere sich von Projekt zu Projekt.