Leserbrief
Neuer Anlauf für eine Einheitsgemeinde Stansstad

Zur Abstimmung über eine Einheitsgemeinde Stansstad.

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Am 27. November wird in der Gemeinde Stansstad über die Bildung einer Einheitsgemeinde abgestimmt – nicht zum ersten Mal. Schon im Jahr 2013 lehnten die Stimmbürger eine Zusammenlegung der Schulgemeinde mit der politischen Gemeinde ab.

Obwohl die Einheitsgemeinde heute gesamtschweizerisch die meistverbreitete Gemeindeform darstellt, muss es nicht partout auch für Stansstad die beste Lösung sein. Bei den Diskussionen um die Vor- und Nachteile einer Einheitsgemeinde gegenüber dem bisherigen System mit den getrennten Körperschaften zeigt sich nämlich immer wieder, dass die jeweiligen Meinungen und Argumentationen vielmehr auf Vermutungen, als auf fundierten Grundlagen basieren.

Was für mich jedoch fest steht, ist die Tatsache, dass die Initianten die Neulancierung der Einheitsgemeinde zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt vorantreiben wollen. Denn im Hinblick auf eine gut funktionierende Einheitsgemeinde gibt es einen wichtigen Faktor, und dieser Faktor heisst «Zeit». Es ist von absoluter Wichtigkeit, dass sich die Befürworter bewusst sind, dass sich das Projekt Einheitsgemeinde nicht von heute auf morgen realisieren lässt – es ist ein langwieriger Prozess über mehrere Jahre.

Schon die Planung und Aufgleisung wird enorme Personalressourcen sowohl beim Gemeinde- als auch Schulrat an Anspruch nehmen. Zeit, welche insbesondere die Schulgemeinde in den kommenden Jahren für Wichtigeres wie bspw. ihre Infrastrukturprojekte (nötige Erweiterung der Schulanlagen Stansstad) dringend benötigen wird.

Wieso also eine gut aufgestellte Schule dem Risiko einer Neuorganisation durch die Einheitsgemeinde aussetzen. Der Schulrat soll sich besser voll und ganz auf die wichtigen und bereits laufenden Vorhaben konzentrieren können, anstatt seine Ressourcen in eine zeitaufwendige Reorganisation der Gemeinde zu stecken. Darum halte ich am 27. November ein Nein für die bessere Wahl.

Bruno Notter, GLP Nidwalden