Kultur
Die Pandemie forderte den Musikverein Buochs: Planung war während Monaten unmöglich

Sind die Vereine während der Pandemie in eine Krise geraten? Das Beispiel des Musikvereins Buochs zeigt, dass die positiven Momente trotz Planungsunsicherheiten überwiegen. Nach langer Pause steht endlich wieder ein Konzert bevor.

Sepp Odermatt
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Präsident Isidor Wyrsch ist optimistisch gestimmt für die kommenden Konzerte.

Präsident Isidor Wyrsch ist optimistisch gestimmt für die kommenden Konzerte.

Bild: Sepp Odermatt (Buochs, 17. Oktober 2021)

Nach zehn langen Monaten Zwangspause durfte der Musikverein Buochs im letzten August wieder zu den Proben antreten. Die Freude am gemeinsamen Musizieren war gross, obwohl sich in der Zwischenzeit im Verein einige Schwierigkeiten und Probleme eingeschlichen hatten. Der langjährige Präsident, Isidor Wyrsch, erklärte dazu: «Wir konnten monatelang nicht planen, weil wir nie genau wussten, welche Vorschriften uns wieder auferlegt würden. Es war extrem schwierig, den Verein zu führen, und doch blieben wir mit den Mitgliedern via soziale Medien stets in Kontakt.» Genau vor einem Jahr hätten sie an der Älplerchilbi zum letzten Mal öffentlich gespielt. Der lange Unterbruch sei für den Vorstand und die Mitglieder nicht sehr förderlich gewesen und trotzdem hätten sie die Hoffnung nie verloren, ergänzte der umsichtige Präsident, der sein Amt an der nächsten Generalversammlung zur Verfügung stellen wird. «Ich bin keineswegs frustriert. Aber nach zwölf Jahren ist es sinnvoll, das Präsidium in andere Hände zu geben. Zudem bin ich sehr froh, dass die Nachfolge bereits geregelt ist», ergänzte Isidor Wyrsch. Für die Zukunft sehe es recht gut aus. Junge, gut ausgebildete Musikantinnen und Musikanten würden zusammen mit den erfahrenen Älteren dem Verein helfen, ein gutes Niveau zu behalten, ist Wyrsch überzeugt.

Trotz Zwangspause: Wenig an Qualität verloren

Am Probeweekend bereitete sich der Musikverein Buochs auf die bevorstehenden Konzerte vor.

Am Probeweekend bereitete sich der Musikverein Buochs auf die bevorstehenden Konzerte vor.

Bild: Sepp Odermatt (Buochs, 17. Oktober 2021)

Am letzten Samstag und Sonntag trafen sich die aktiven Mitglieder des Musikvereins zu einem Probeweekend in der Turnhalle Lückertsmatt. Nach der letztjährigen Absage setzt der Verein alles daran, am 20. und 21. November sein treues Publikum mit einem tollen Jahreskonzert zu begeistern. Dabei wird der musikalische Leiter und Dirigent, Marcel Krummenacher, in die Rolle des Kriminalkommissars schlüpfen und zusammen mit seinem Korps den Anwesenden einige musikalische Leckerbissen präsentieren. «Unter dem Motto ‹Tatort Breitli› werden am Konzert einerseits mysteriöse und geheimnisvolle Originalkompositionen und andererseits Kriminalfilmmusik zu hören sein», verrät der Dirigent. Man wolle mit teils bekannten Melodien das Publikum in die Welt der Gauner, Diebe und Mörder eintauchen lassen.

Dirigent Marcel Krummenacher freut sich, dass wieder gemeinsam musiziert werden darf.

Dirigent Marcel Krummenacher freut sich, dass wieder gemeinsam musiziert werden darf.

Bild: Sepp Odermatt (Buochs, 17. Oktober 2021)

Auch Krummenacher ist froh, dass wieder gemeinsam musiziert werden darf. Die lange Zwangspause sei sicherlich nicht ideal gewesen. Und doch: «Ich bin überrascht, wie schnell die Qualität der Buochser Musikantinnen und Musikanten wieder gestiegen ist. Viel haben sie nicht verlernt; und sie packen ihre Aufgabe zuversichtlich und hoffnungsvoll an. Für mich ist dies eine wahre Freude.»

Das Jahreskonzert des Musikvereins Buochs findet statt am Samstag, 20. November, 19.30 Uhr, und Sonntag, 21. November, 14.00 Uhr, in der Sporthalle Breitli. Eintritt ist frei (Kollekte); Covid-Zertifikat obligatorisch (Testmöglichkeit vor Ort vorhanden).

Eintritt frei (Kollekte); Festwirtschaft und Kaffeestube