Leserbrief
Engpässe zeichnen sich ab

Zur Umfahrung Stans West sowie zum entsprechenden Podium

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Hier soll die Entlastungsstrasse Stans West zu liegen kommen.

Hier soll die Entlastungsstrasse Stans West zu liegen kommen.

Bild: Florian Pfister (4. Oktober 2022)

Am 27. November stimmen wir über die Umfahrungsstrasse Stans-West ab. Der Kanton Nidwalden investiert fast 19 Millionen Franken in eine rund einen Kilometer lange Strasse mit dem Ziel, Stans zu entlasten. Leider entlastet das Projekt gemäss Studien den Durchgangsverkehr von Stans viel zu wenig, und Stans-West hat zudem für andere Gemeinden wie Stansstad erheblich negative Konsequenzen.

Was bedeutet das konkret? Die jetzt festgelegte Variante dient nur Wenigen im Kanton. Bei Stau am Lopper gibt es mit Stans-West einen neuen Schleichweg via Stansstad. Zu erwarten ist, dass der Ver­kehr von und zur Umfahrungsstrasse seinen Weg auf der Rotzberg- und Feldstrasse durch die Quartiere von Stansstad suchen wird. Somit ist der Mehrverkehr nicht nur in Ennetmoos vorprogrammiert, sondern vor allem auch in Stansstad.

Ein weiterer Engpass zeichnet sich in der Benützung der angedachten Strasse für Lastwagen ab. Die Geribrücke, über welche die Zentralbahn fährt, ist zu niedrig gebaut. Die grossen Lastwagen können die Umfahrungsstrasse Stans-West gar nicht benutzen. Wo fahren diese nun durch? Es gibt nur zwei Wege: Entweder durch die Stansstader Quartiere oder durch die bisherige Route am Karliplatz im Stanser Dorf.

Die teure Umfahrungsstrasse Stans-West ist die schlechteste Lösung für eine Verkehrsentlastung. Es werden unnütz viele Millionen in den Sand bzw. in eine Strasse ge­setzt, die so nicht den versprochenen Mehrwert generiert – für Stans nicht, für Stansstad nicht, für Ennetmoos nicht und schon gar nicht für den Schwerverkehr. Die Verkehrsentlastung für Stans und ganz Nidwalden muss im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts angeschaut werden. Deshalb bin ich, sowie die GLP Nid­walden gegen das aktuelle Projekt Stans-West und stimme mit voller Überzeugung am 27. November: Nein.

Denise Weger, Landrätin und Co-Parteipräsidentin GLP Nidwalden, Stansstad