Grundeigentümer
Hilfsfonds Nidwalden verzichtet auf Abgabe

Grundeigentümer müssen im Jahr 2022 keinen Beitrag für den Nidwaldner Hilfsfonds leisten.

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Stefan Bosshard, Verwalter NHF (links) und Armin Odermatt, Präsident der Verwaltungskommission NHF.

Stefan Bosshard, Verwalter NHF (links) und Armin Odermatt, Präsident der Verwaltungskommission NHF.

Bild: PD

Die Verwaltungskommission des Nidwaldner Hilfsfonds (NHF) hat sich dazu entschieden, für das Jahr 2022 auf eine Abgabe durch die Grundeigentümer des Kantons Nidwalden zu verzichten. Dies sei auf gut gefüllte Reserven und eine solide Anlagestrategie zurückzuführen, wie der Nidwaldner Hilfsfonds in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Reserven konnten aufgrund der verhältnismässig tiefen Schadensummer und der positiven Entwicklung der Finanzmärkte in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden. Die Reserven hätten nun eine Zielgrösse erreicht, bei der die Kosten eines durchschnittlichen Schadenjahres durch Vermögenserträge gedeckt werden können, schreibt der Nidwaldner Hilfsfonds weiter.

Abgabe der nächsten Jahre hängt von Entwicklungen ab

Die Verwaltungskommission habe daher beschlossen, für das Jahr 2022 auf eine Abgabe durch die Grundeigentümer zu verzichten. Ob in den nächsten Jahren wieder eine Abgabe erhoben werden muss, hänge im Wesentlichen mit der zukünftigen Schadenlast sowie der Entwicklung der Finanzmärkte zusammen.

«Ich freue mich, den zahlreichen Grundeigentümer im Kanton mit diesem Entscheid nachträglich ein kleines Geburtstagsgeschenk des NHF geben zu können», sagt Armin Odermatt, der seit 2010 als Präsident der Verwaltungskommission tätig ist.

Im Geschäftsjahr 2021 hätten die Landschätzer des Nidwaldner Hilfsfonds viel Arbeit gehabt. Besonders die zahlreichen Murgänge im Juli 2021 erforderten einen überdurchschnittlichen Einsatz, damit alle Schäden besichtigt und zusammen mit den Grundeigentümern die geeigneten Massnahmen eingeleitet werden konnten.

Bis Ende Dezember 2021 wurden dem NHF rund 175 Schäden gemeldet. Die Verwaltung des NHF geht aktuell von Schadenszahlungen an Grundeigentümer in der Höhe von rund 510'000 Franken aus, wovon rund 460'000 Franken auf die Folgen der Murgänge im Juli zurückzuführen sind.

Bisher mussten 40 Franken bezahlt werden

Im Jahr 2020 konnte der Nidwaldner Hilfsfonds sein hundertjähriges Bestehen feiern. Dazu hatte Karin Schleifer die Festschrift «Hundert Jahre Solidarität» verfasst. Der NHF, als selbstständige Anstalt des Kantons Nidwalden, bezweckt die finanzielle Unterstützung von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern bei Schäden an Boden und Kulturen, die als Folge von Naturereignissen eingetreten sind und nicht versichert werden können. Für diese Leistung errichten die rund 8000 Grundeigentümer eine Abgabe von bisher je 40 Franken pro Jahr. (fpf)