Flora und Fauna
Passend zum Tag der Natur – Pro Natura Unterwalden feiert 50-Jahr-Jubiläum

Stellvertretend für die Zukunft pflanzten Kinder im Senkel Stans eine Winterlinde. Ein Symbol für Liebe, Frieden, Tapferkeit und Sieg. Und nun auch ein Symbol für Pro Natura Unterwalden.

Franz Niederberger
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Nicht nur Theres Odermatt, Vereinspräsidentin von Pro Natura Unterwalden, war anwesend, sondern auch Regierungsvertreter. Für Nidwalden vor Ort war Landesstatthalterin Karin Kayser-Frutschi, für Obwalden war es Regierungsrat Sepp Hess. Doch ein ganz besonderer Willkommensgruss durfte Frau Ursula Schneider-Schüttel, Nationalrätin und Präsidentin von Pro Natura Schweiz, erfahren.

Die illustren Gäste: Sepp Hess (v.l.), Lyn Gyger, Theres Odermatt, Karin Kayser-Frutschi, Ursula Schneider-Schüttel.

Die illustren Gäste: Sepp Hess (v.l.), Lyn Gyger, Theres Odermatt, Karin Kayser-Frutschi, Ursula Schneider-Schüttel.

Bild: Franz Niederberger (Stans, 19. Juni 2021)

Denn der Samstag war ein spezieller Tag: Pro Natura Unterwalden feierte das 50-Jahr-Jubiläum. Seit dem Bestehen des Vereines sind verschiedene Gebiete in Obwalden und Nidwalden durch Pro Natura unter tatkräftiger Unterstützung aktiver Vorstände unter Schutz gestellt worden: Unter anderem as Stansstaderried, Gnappiried, Muisschwendli oder das Naturschutzgebiet Rieter in Oberrickenbach. Auch im Landschaftsschutz engagiert sich Pro Natura.

«Der Natur eine Stimme geben, die Nachhaltigkeit in der Natur vertiefen sowie die Natur mit Fauna und Flora in der Biodiversität stärken und unterstützen»,

so Theres Odermatt. Zusammen mit Kindern, sie sind unsere Zukunft, pflanzten Mitglieder des Vereines eine Winterlinde. Sie gilt als Symbol für Gerechtigkeit, Liebe, Frieden sowie für Tapferkeit und Sieg.

Für Landesstatthalterin Karin Kayser-Frutschi ist die Natur ein wichtiges und wertvolles Gut. Das Thema Umweltschutz polarisiert mehr denn je und droht die Bevölkerung zu spalten, für sie ist das eine gefährliche Entwicklung, weil diese an den Grundlagen der direkten Demokratie rüttelt. Viel konstruktiver seien Menschen und Organisationen, die als Brückenbauer mit ihrer Grundhaltung sich diesen Gedanken widmen und Strategien entwickeln und sich in der Politik einbringen. Genau diese Werte verkörpere Pro Natura.

Biodiversität als Immunsystem der Natur

Auf die Abhängigkeit der verschiedenen Interessen wies Regierungsrat Sepp Hess hin. Die Wohlfahrtsfunktion unserer Natur und Landschaft und Ökosystemleistungen wie saubere Luft und sauberes Wasser dienen der Gesellschaft. Auch die produzierende Landwirtschaft, die schon viel getan hat und tut viel für die Werte der Natur und Landschaft, ist auf eine funktionierende Umwelt mitsamt ihrer umfassenden Biodiversität angewiesen. Sepp Hess ist überzeugt, die Biodiversität ist das Immunsystem unserer Natur und der Umwelt.

Mit grosser Freude folgte die Präsidentin von Pro Natura Schweiz, Nationalrätin Ursula Schneider-Schüttel aus Murten der Einladung. Sie bezeichnete die verschiedenen Sektionen als Perlen innerhalb der Organisation. Sie leisten die Arbeit an der Basis. Beeindruckt hat sie auch die grosse, engagierte Freiwilligenarbeit von Pro Natura Unterwalden und die guten Ideen, die auch umgesetzt worden sind.