Ferienpass Nidwalden
Sommerferien-Klassiker knüpft an die früheren Erfolge an

Auch die 39. Ausgabe des Ferienpasses Nidwalden wurde ein Erfolg. Dieses Jahr haben 870 Schüler vom Ferienangebot profitiert. Nur das Hochwasser machte einigen Anlässen einen Strich durch die Rechnung.

Matthias Piazza
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Auch ein beliebter Ferienpass-Anlass: der Besuch der Rega-Basis.

Auch ein beliebter Ferienpass-Anlass: der Besuch der Rega-Basis.

Bild: Urs Hanhart (Erstfeld, 16. August 2021)

Einen Rega-Heli aus der Nähe bestaunen, lernen, einen Platten zu flicken, Sprünge auf dem Skateboard wagen: Auch in diesem Jahr bot der Ferienpass Nidwalden in den ersten und letzten zwei Schulsommerferien-Wochen eine Fülle an interessanten, lehrreichen Ateliers und Ausflügen. Gut 870 Nidwaldner, Engelberger und Seelisberger Schüler im Alter zwischen 7 und 14 Jahren, wobei die Neun- und Zehnjährigen am meisten vertreten waren, haben an mindestens einem der rund 400 Angeboten teilgenommen, viele auch an mehreren, zum Teil bis 15.

«Nach dem coronabedingten Einbruch im vergangenen Jahr bewegte sich die diesjährige Teilnehmerzahl wieder im langjährigen Schnitt», sagt Ferienpass-Leiter Ruedi Walpen.

Ruedi Walpen, Leiter Ferienpass Nidwalden.

Ruedi Walpen, Leiter Ferienpass Nidwalden.

Bild: PD
«Im Schnitt sind die Anlässe zu 90 Prozent belegt, wobei wie auch in anderen Jahren Anlässe rund um Tiere am beliebtesten waren.»

Beeinträchtigte Corona im vergangenen Jahr den Ferienpass stark, machte diesen Sommer das Hochwasser einigen Anlässen einen Strich durch die Rechnung. So mussten etwa das Stand-up-Paddling, die Flossfahrt und der Höhlenausflug im Juli abgesagt werden. Für die betroffenen Kinder gab es Ersatzveranstaltungen wie etwa einen Kinobesuch.

Unternehmen haben ein Herz für Ferienpass

Ein Kränzchen windet Ruedi Walpen den vielen Helfern, Begleitpersonen, Firmen und übrigen Institutionen, die einen Ferienpass-Anlass erst ermöglichten.

«Wir stossen mit unserem Anliegen immer auf offenen Ohren. So ist es uns möglich, jedes Jahr, neue Ateliers und Ausflüge ins Programm aufzunehmen.»

Dankbar zeigt er sich auch gegenüber den Gemeinden, die den Ferienpass finanziell unterstützen sowie dem Verein Pro Kids Nidwalden, welcher seit der Auflösung von Pro Juventute Nidwalden 2019 den Ferienpass finanziell mitträgt.

Seit 2014 steht der mittlerweile 67-jährige Stanser Ruedi Walpen dem fünfköpfigen OK des Ferienpasses Nidwalden vor und startete jeweils im Dezember bereits mit den Vorbereitungen für die nächstjährige Ausgabe. Nun machen Gerüchte die Runde, dass er das Amt abgeben will. «Das ist noch nicht spruchreif, wir sind noch in Verhandlungen», meint er darauf angesprochen. «Wir diskutieren mögliche organisatorische Anpassungen.» Klar sei aber jetzt schon, dass an der bewährten Struktur des vierwöchigen Ferienpasses während der Sommerferien mit Ateliers und Ausflügen festgehalten werde.