Fasnacht
Norbert I. will Winter und Virus vertreiben

50 Jahre nach seinem Vater ist Norbert I. Frohsinnvater – mit dem Motto «läbä, liäbä, lachä – friächer, hitt und more».

Matthias Piazza
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Frohsinnvater Norbert I.

Frohsinnvater Norbert I.

Bild: Richard Greuter (Stans, 23. Januar 2022)

Richtig Fasnacht. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist dies für Norbert Kuster, alias Norbert I., keine Selbstverständlichkeit. Als er am 23. Januar in Begleitung seiner Frau Isabelle ins Amt gesetzt wurde, waren noch coronabedingte Einschränkungen in Kraft. Der grosse Stanser Umzug am schmutzigen Donnerstag hätte unter diesen Umständen nicht stattfinden können. Und nun also doch. «Wir planten im Vorfeld zweigleisig. Dass nun der beste Fall eintritt, mit einer Fasnacht ohne jegliche Einschränkungen, freut mich natürlich umso mehr. Wir vertreiben diesmal nicht nur den Winter, sondern auch das Virus», sagt Norbert I. Dass dieses Mal der Umzug wegen der kurzen Vorbereitungszeit etwas kleiner ausfällt, tue der Fasnacht keinen Abbruch. «Die Leute freuen sich, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen», weiss Norbert I. auch von den vielen Vorfasnachtsanlässen. «Es sind unglaublich schöne Begegnungen mit den Leuten, dafür nehme ich das arbeitsintensive Amt als Frohsinnvater gerne auf mich.»

Er führt eine Familientradition weiter

«Fasnacht bedeutet mir viel, schon als Jugendlicher spielte ich in einer Guuggenmusig», meint Norbert I., der die Fasnacht unter das Motto «läbä, liäbä, lachä – friächer, hitt und more» setzt. Mit der Bekleidung des höchsten Nidwaldner Fasnachtsamtes führt er eine Familientradition weiter. Sein Vater war vor genau fünfzig Jahren Stanser Frohsinnvater Josephus IV.

Norbert Kuster führt mit seinen beiden Brüdern die Gebrüder Kuster AG in Stans, deren Gartencenter zurzeit umgebaut und erweitert wird. Trotzdem könne er beruhigt seines speziellen Amtes walten. «Meine beiden Brüder halten mir den Rücken frei und führen in dieser Zeit den Laden. Sie nahmen es mir auch nicht übel, wenn ich in der Vorfasnachtszeit etwas später ins Büro kam.»