ENNETMOOS: So erlebten sie ihr Dorf noch nie

Im Projekt Hiäsigs durften die Schüler unter anderem einer Bienenzüchterin über die Schulter schauen und mit der Feuerwehr ein Kartonhaus löschen. Es soll nicht bei diesem einmaligen Anlass bleiben.

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Schüler beim Jäger und Gemeindepräsidenten Peter Scheuber, wo es um die Jagd ging. (Bild: PD)

Schüler beim Jäger und Gemeindepräsidenten Peter Scheuber, wo es um die Jagd ging. (Bild: PD)

Im Rahmen des Jahresmottos «Alle gestalten mit» hat die Schule Ennetmoos vier altersdurchmischte Projekttage mit dem Titel Hiäsigs organisiert. Ein Ziel der Projekttage war es, verschiedenen Ennetmoosern die Gelegenheit zu geben, ihre Arbeit in Halbtagsateliers zu präsentieren und damit das Programm mitzugestalten. Am Mittwoch, 3. Mai, waren alle Stufen auf kulturellen, geografischen und geschichtlichen Spuren in der Gemeinde unterwegs. Die Unterstufe reiste mit dem Postauto auf den Mueterschwandenberg. Unterwegs vom Zingel nach St. Jakob erfuhren die Schüler einiges über Gletschereis und Findlinge. Die Kindergärtler wanderten nach dem Besuch der Magnus-Kapelle vom Allweg auf die Rotzburg. Die Mittelstufenklassen erlebten Geschichte und erwarben Ortskenntnisse beim Überfalldenkmal, bei den Pestkreuzen auf dem Allweg, bei Informationen rund um die Anbauschlacht während des Zweiten Weltkriegs im Drachenried und ebenfalls auf der Rotzburg.

Donnerstag und Freitag waren für die Besuche von Halbtagsateliers bei Firmen, Vereinen und Landwirtschaftsbetrieben reserviert. So durften die Primarschüler zwischen 31 verschiedenen Ateliers auswählen. Vom Besuch der Kläranlage Stans bis hin zu Wild, Hege und Jagd boten «Hiäsigi» den Schülern einen spannenden Einblick in das heimische Schaffen. Eine Auswahl der Tätigkeiten: Cupcakes herstellen, in der Hundeschule einen Hund erziehen, Festtagskleider schneidern, einen Ducati-Töff restaurieren, professionelle Fotos schiessen, einer Bienenzüchterin über die Schulter schauen, Strausse beobachten, zu Country­musik Line Dance tanzen, in der Rotzbergkaverne die Pilzzucht besuchen, ein Auto in Teile zerlegen, mit der Blasmusik musizieren, Pizza im Restaurant backen, bei den Samaritern einen Beinbruch schienen, mit der Feuerwehr ein Kartonhaus löschen. Mit viel Wissen und grossartigen Erlebnissen kehrten die Kinder am Mittag und am Abend wohlgelaunt nach Hause zurück.

Einmalige Begegnung begeisterte alle

Der Samstagmorgen war der Präsentation der Ateliers und den Ausflügen in die Gemeinde gewidmet. An 31 Posten zeigten die Schüler, was das «hiäsige» Gewerbe und die einheimischen Vereine in Ennetmoos so zu bieten haben. Eltern und Besucher konnten sich von den unterschiedlichen Erlebnissen während des Projekts Hiäsigs überzeugen. Kurz vor Mittag wurden die Projekttage gemeinsam in der Arena mit einem Schülerinterview mit dem Gemeindepräsidenten Peter Scheuber – ebenfalls ein «Hiäsiger» – und dem Ennetmooser Schullied abgeschlossen.

Schulleiter Andreas Bossi zieht ein positives Fazit: «Die einmalige Begegnung unserer Schüler mit dem Dorf stiess bei allen Beteiligten auf sehr positive Resonanz. Die Kinder lernten sehr viel, und auch die Eltern lobten den Anlass.» Er schliesst eine Wiederholung nicht aus – wenn auch nicht gleich im nächsten Jahr: «Wir können uns einen Vierjahresrhythmus vorstellen, so kommen dieselben Schüler zweimal in den Genuss von ‹Hiäsigs›.» (pd/red)