Ennetbürgen
Nun beginnt die Sanierung der Schiffstation

Fassade und Wohnung der Schiffstation werden saniert – für 725'000 Franken.

Matthias Piazza
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Das Stationsgebäude mit Baujahr 1946/47.

Das Stationsgebäude mit Baujahr 1946/47.

Bild: Ruedi Wechsler (Ennetbürgen, 25. November 2019)

Seit 75 Jahren prägt die Schiffstation mit dem Haus das Ortsbild von Ennetbürgen. Damit der Gemeinde dieses Kulturgut auch weiterhin erhalten bleibt, beginnen Mitte Februar umfangreiche Sanierungen. Für 725'000 Franken wird im Rahmen des Gemeindebudgets 2022 die Wohnung im Obergeschoss saniert und die Fassade wird besser gedämmt. Eine Luftwärmepumpe ersetzt die alte Ölheizung. Der Steg und das Fundament wurden für 80'000 Franken bereits im vergangenen Jahr saniert. Wegen des schlechten Zustands des Fundaments hatte man allerdings bereits im Herbst 2018 Sofortmassnahmen getroffen. Stahlplatten waren zum Schutz der Ufermauer und des Fundaments gegen Wellenschlag neu befestigt worden.

Ursprünglich spielte der Gemeinderat mit der Idee einer neuen Schiffstation. «Die wenigen Schiffskurse hätten einen teuren Neubau aber nicht gerechtfertigt. Daher hat sich der Gemeinderat im vergangenen Jahr entschieden, das bestehende Wohnhaus zu sanieren. Im Zusammenhang mit dem Freiraumkonzept legen wir den Fokus des öffentlichen Seezuganges auf das Gebiet Seeplätzli/Schlüsselbucht», sagt dazu Gemeinderat Mario Röthlisberger.

Täglich machen zwei Schiffe Halt

Täglich halten von Mitte April bis Mitte Oktober zwei Schiffe der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) in Ennetbürgen: am Morgen eines Richtung Luzern und am Abend eines Richtung Beckenried/Brunnen, im Sommer zusätzlich ein drittes am Vormittag Richtung Beckenried. Dass die SGV den Fokus auf Beckenried legt – und damit die meisten Schiffe Buochs und Ennetbürgen links liegen lassen –, sei aus betriebswirtschaftlicher Sicht der SGV für ihn nachvollziehbar, weil die Schiffe sonst einen Umweg fahren müssten, so Röthlisberger. Jedoch sei es für den Gemeinderat wichtig, dass die SGV auch die Gemeinde Ennetbürgen weiterhin anfahre und in die weitere Planung miteinbeziehe.

Saniert wird auch in Buochs

Zwar wurden schon im Mai 2018 Sofortmassnahmen zur Sicherung des Schiffsteges in Buochs vorgenommen. Doch zeigte sich damals, dass auch der vorgelagerte Steg auf dem Stahlfachwerk in einem schadhaften Zustand ist und in spätestens fünf Jahren erneuert werden muss. Am 10. Januar haben die Bauarbeiten dafür begonnen, wie die Gemeinde auf ihrer Website schreibt. Sie dauern voraussichtlich bis Ende März, je nach Wetter. Danach können die SGV-Schiffe die Station wieder bedienen. (map)