Energiemangellage
«Der Zeitpunkt ist richtig»: Kanton Nidwalden verschickt Broschüre zu Notfalltreffpunkten

In Krisenfällen sind Notfalltreffpunkte wichtige Anlaufstellen. Nun informiert der Kanton in einer Broschüre über die genauen Standorte in den jeweiligen Gemeinden.

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Notfalltreffpunkte sind zentrale Anlauf- und Informationsstellen bei Ereignissen wie Stromabschaltungen oder Stromausfällen.

Notfalltreffpunkte sind zentrale Anlauf- und Informationsstellen bei Ereignissen wie Stromabschaltungen oder Stromausfällen.

Bild: Florian Pfister (Stansstad, 5. Dezember 2022)

Jede Gemeinde hat sie – doch nicht jeder weiss, wo sie sich befinden: Die Rede ist von sogenannten Notfalltreffpunkten. Diese dienen bei Krisenfällen wie Stromabschaltungen oder Stromausfällen als Anlauf- und Informationsstellen. Um die Bevölkerung über die genauen Standorte aufzuklären, will der Kanton Nidwalden nun allen Haushalten eine entsprechende Broschüre zukommen lassen. Geschehen soll dies in den nächsten Tagen, wie es in einer Mitteilung der Justiz- und Sicherheitsdirektion heisst.

Die Broschüre wurde bereits zur Lancierung der Notfalltreffpunkte im Jahr 2019 verschickt und liegt nun in einer aktualisierten Version vor. Stephan Grieder, Stabschef Kantonaler Führungsstab, empfiehlt, sie an einem sicheren Ort aufzubewahren, wo sie jederzeit griffbereit ist.

Die Broschüre enthält neben Angaben zum Notfalltreffpunkt auch Informationen darüber, wie man sich bei Stromausfällen verhält und welche Vorkehrungen getroffen werden können, um durch allfällige stromlose Zeiten zu kommen.

Vorbereitungen für das Szenario werden getroffen

Zum Einsatz kommen könnten die Notfalltreffpunkte, falls sich die Energiemangellage verschärfen und temporäre Stromabschaltungen notwendig werden oder gar länger andauernde Stromausfälle vorkommen. «Daher ist der Zeitpunkt sicher richtig, sich über den Notfalltreffpunkt in der jeweiligen Wohngemeinde zu erkundigen», so Grieder.

Der Führungsstab trifft zudem weitere Vorbereitungen für das Szenario einer akuten Energiemangellage. So könnten die Notfalltreffpunkte etwa als Abgabestelle für Trinkwasser dienen. «Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, den Standort zu kennen», so Grieder. Wo sich die Notfalltreffpunkte befinden, kann auch hier nachgeschaut werden.

Der Kanton Nidwalden war einer der Ersten, der Notfalltreffpunkte in jeder Gemeinde eingeführt hat. Diese können aufgesucht werden, um Unterstützung anzufordern oder sich über die Lage und Anweisungen der Behörden zu informieren. Auch Notrufe können abgesetzt werden.

Die meisten Notfalltreffpunkte befinden sich bei Schul- oder Gemeindehäusern oder bei Turnhallen und werden vor allem dann in Betrieb genommen, wenn Kommunikationsmittel wie Mobil- und Festnetztelefonie, Internet und Radio über eine längere Dauer nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. (lga)