Vereinsmeldung
Crazy Dogs Stans waren erfolgreich

Die U17 und U20 der Crazy Dogs Stans nahmen an einer Europa- und Weltmeisterschaft im polnischen Breslau teil.

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Die Teams der U17 und U20 waren in Polen erfolgreich.

Die Teams der U17 und U20 waren in Polen erfolgreich.

Bild: PD

Das erste Mal seit 2019 fand für den Nachwuchs im Ultimate Frisbee wieder ein internationaler Grossanlass statt. Für die Schweiz nahmen auch zwei Spielerinnen und vier Spieler der Crazy Dogs Stans teil.

Die U17 spielte eine Europameisterschaft und die U20 spielte eine Weltmeisterschaft. Beide Turniere fanden in Breslau, Polen, statt. In beiden Kategorien war auch die Schweiz vertreten und man war bestrebt, den elften Rang der letzten Europameisterschaft zu verbessern. Dies zeigte sich auch in der Vorbereitung. Ende 2021 wurden die Kader selektioniert und beinahe alle zwei Wochen trafen sich die Nachwuchstalente in der ganzen Schweiz verteilt, um sich gemeinsam zu verbessern.

Aber bei der Abfahrt war das eigene Können schwer einzuschätzen, ein Vergleich mit den anderen Nationen fehlte. Beide Teams setzten sich deshalb für das erste Spiel ein einziges Ziel: In der ersten Halbzeit soll die eigene Nervosität fallen und in der zweiten Halbzeit möchte man das Spiel für sich entscheiden. Das U17-Männerteam legte einen Traumstart hin und bezwang Belgien, welches letztes Mal den 3. Rang erreichte, gar mit 15:2.

Das U20-Mixed-Team zeigte zu Beginn Nerven, schlussendlich gewannen aber auch sie ihr erstes Spiel gegen Israel mit einem Endresultat von 15:9. Dieses Hoch hielt die gesamte Woche an: Das U17-Team qualifizierte sich souverän für das Spiel um die Bronzemedaille, das U20-Team erreichte sogar das Finale. Und so machte man sich am vergangenen Freitag ein letztes Mal zum Turniergelände auf. Das U17-Spiel fand zuerst statt, der Gegner hiess Deutschland. Die Schweiz startete gut und lag mit 3:1 in Führung. Anschliessend folgte ein Punkt, der über 15 Minuten dauerte und bei dem beide Teams gute Möglichkeiten nicht nutzen konnten.

Das letzten Quäntchen Hoffnung geraubt

Etwas glücklich erzielte die Schweiz diesen Punkt schlussendlich, was dem deutschen Team wohl das letzte Quäntchen Hoffnung raubte. Schlussendlich hiess das Resultat 15:4 aus Schweizer Sicht, was zur Bronzemedaille reichte. Am Abend fand dann unter Flutlicht das U20-Finale statt, die Schweiz spielte gegen Ungarn. An den Traumstart der U17 konnte man aber nicht anknüpfen und lag so bereits zur Halbzeit mit 2:8 im Rückstand. Trotz Steigerung in der zweiten Halbzeit konnte man das Spiel nicht drehen und musste sich so mit dem Vizeweltmeister begnügen.

U20-Captain Leon Vitaliano dazu: «Natürlich ist es schade, den Titel so knapp zu verfehlen. Schlussendlich dürfen wir aber dennoch stolz auf uns sein. Dies ist das erste Mal überhaupt, dass ein Schweizer Team an einer Weltmeisterschaft im Finale stand.» U17-Captain Sol Ghadamian fügte hinzu: «Die Leistungen unserer Teams stehen für die gute Nachwuchsarbeit, welche in den letzten Jahren im ganzen Land betrieben wurde und sich nun bezahlt macht. Eine zusätzliche Motivation bildete, dass wir von diversen Sponsoren unterstützt wurden.» Mitte September finden dann die Schweizer Meisterschaften in Basel statt, an denen die Nationalspieler für einmal nicht mit-, sondern gegeneinander um die Medaillen kämpfen werden. (pd)