Alpnach
Wanderweg ist nach Felssturz bald wieder sicher

In ihrem Sommerlager helfen die Wägbuiär mit, einen beliebten Wanderweg im Grossen Schlierental wieder begehbar zu machen. Der Wegabschnitt wird verlegt und soll ab Herbst wieder freigegeben werden.

Robert Hess
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Kurze Fotopause einer Gruppe, die in steilem bewaldeten Gelände einen neuen Weg erstellt. In der Bildmitte (mit Bart) Vereinspräsident Michael von Flüe.

Kurze Fotopause einer Gruppe, die in steilem bewaldeten Gelände einen neuen Weg erstellt. In der Bildmitte (mit Bart) Vereinspräsident Michael von Flüe.

Bild: Robert Hess (Alpnach, 3. August 2022)

Die Alpnacher Wägbuiär verbesserten vor rund einem Jahr die Sicherheit beim Aussichtspunkt Tomlishorn auf dem Pilatus. Dieses Jahr steht die Verlegung eines bestehenden Wanderweges im Grossen Schlierental in Alpnach auf dem Programm, die aus Sicherheitsgründen durchgeführt wird.

«Ende Oktober 2006 hatte sich nämlich im Gebiet der ‹Hurd› ein kleiner Felssturz ereignet, der den viel begangenen Wanderweg von der Geretschwand ins Nübrüechli verschüttete», erklärt Hubi Flüeler, Bezirksleiter Wanderwege Alpnach. In der Folge musste die Einwohnergemeinde Alpnach in Absprache mit der Korporation den Weg unmittelbar unterhalb des Absturzgebietes aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres sperren.

Weg muss verlegt werden

Rund 15 Jahre nach dem Felssturz sei die Gefahrensituation im Juni 2021 von Vertretern verschiedener Gremien neu beurteilt worden, so Hubi Flüeler weiter. Eine Begutachtung durch den Geologen Markus Liniger von der Geotest AG habe ergeben, dass der Weg wiederhergestellt werden könnte, wenn der 2006 betroffene Wegabschnitt rund 350 Meter ausserhalb des potenziellen Gefahrenbereichs verlegt werde.

Für die Wägbuiär zeichnete sich somit eine besonders interessante Herausforderung für das diesjährige Lager ab, das vom 30. Juli bis 6. August auf der Alp Ettlismatt stattfand. Wie üblich wurden die Einzelheiten und die Organisation der auszuführenden Arbeiten inklusive Materialbeschaffung zwischen Hubi Flüeler und dem Lagerleiter Rafael Pfister abgesprochen. Am diesjährigen Lager nehmen rund 20 Männer, Frauen und Jugendliche der Familien teil.

Der neue, verlegte Weg führt weitgehend durch bewaldetes und zum Teil steiles Gebiet und erfordert harte Arbeit. «Aber es läuft gut, ich bin zufrieden», sagte Vereinspräsident Michael von Flüe auf der Baustelle. Auch die Jugendlichen arbeiten eifrig mit, wo sie eingesetzt werden können.

Weg bleibt noch gesperrt

Mit den Arbeiten der Wägbuiär ist die Verlegung aber nicht abgeschlossen, der Weg bleibt noch gesperrt. Zum Einsatz kommen an schwierigeren Stellen noch Zivilschutzangehörige und leichte Maschinen. Der verlegte Weg dürfte im Herbst freigegeben werden. Dann ist der gesamte Wanderweg von der Geretschwand ins Nübrüechli wieder durchgehend begehbar.

Wie in den bisherigen Lagern werden die Wagbuiär durch Sponsoren unterstützt. Auch die Einwohnergemeinde und die Korporation Alpnach leisten ihren Beitrag an die Lagerkosten.

Die beiden Köchinnen und Vereinsmitglieder Barbara Wallimann (links) und Manuela Imfeld bereiten in der Küche der Alphütte Ettlismatt das Nachtessen vor.

Die beiden Köchinnen und Vereinsmitglieder Barbara Wallimann (links) und Manuela Imfeld bereiten in der Küche der Alphütte Ettlismatt das Nachtessen vor.

Bild: Robert Hess (Alpnach, 3. August 2022)

Viel zur guten Stimmung tragen seit Jahren die beiden Köchinnen Barbara Wallimann und Manuela Imfeld bei. In der Alphütte Ettlismatt steht ihnen eine geräumige Küche zur Verfügung. Auf der Alp wird das Zmorge eingenommen, das einfache Mittagessen gibt es an den Arbeitsplätzen. Hauptmahlzeit ist das Nachtessen, bei dem eine währschafte Kost auf die Teller kommt, damit die Truppe nach einem harten Arbeitstag wieder zu Kräften kommt.