Erlenmatt
Basler Regierung bewilligt 13,3 Millionen Franken für Containersiedlung

Auf dem Erlenmattplatz in Basel sollen demnächst eine Containersiedlung sowie temporäre Schulpavillons für ukrainische Geflüchtete installiert werden. Dafür hat die Basler Regierung nun Ausgaben bewilligt.

Silvana Schreier
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Noch liegt die Fläche des Erlenmattplatzes brach. Im ersten Quartal 2023 sollen die Containermodule hier bezogen werden können.

Noch liegt die Fläche des Erlenmattplatzes brach. Im ersten Quartal 2023 sollen die Containermodule hier bezogen werden können.

Roland Schmid

Der Erlenmattplatz wird Standort einer Wohnmodul-Siedlung und eines provisorischen Schulpavillons für ukrainische Geflüchtete. Diesen Entscheid hat die Basler Regierung bereits vor den Sommerferien getroffen. Nun ist klar, wie viel das Projekt kosten wird.

Die Regierung hat für die Erstellung der Containersiedlung weitere Ausgaben über 8,4 Millionen Franken bewilligt. Zusammen mit dem schon bewilligten Betrag von 4,9 Millionen Franken belaufen sich die Ausgaben insgesamt auf 13,3 Millionen Franken, teilt die Regierung mit. Die Bauten auf dem Erlenmattplatz, die für maximal 140 Personen ausgerichtet sind, sollen im ersten Quartal 2023 bezogen werden können.

Vermeiden, dass Zivilschutzanlagen nötig werden

Neben dem Erlenmattareal mietet der Kanton weitere private Liegenschaften und Wohnungen an, um ukrainische Geflüchtete unterbringen zu können. Zudem vertieft er laut Mitteilung die Abklärungen für weitere Containersiedlungsstandorte auf dem Areal Bäumlihof und Stettenfeld in Riehen. «Damit soll möglichst vermieden werden, dass ukrainische Flüchtlinge in Zivilschutzanlagen untergebracht werden müssen», schreibt die Regierung.

Unterdessen wohnen weiterhin viele Geflüchtete bei Gastfamilien. GGG Benevol begleitet laut Mitteilung aktuell 476 Personen. Die Regierung teilt mit:

«Um Gastfamilien, die mehrere Geflüchtete aufgenommen haben, stärker unterstützen zu können, werden ab dem 1. Oktober 2022 die Wohnpauschalen für Gastfamilien erhöht, die mehr als zwei Personen beherbergen.»

Bei der Beherbergung von eine oder zwei Personen werde weiterhin eine monatliche Pauschale von 250 Franken für Nebenkosten ausbezahlt. Für jede zusätzliche Person werde die Pauschale um 125 Franken erhöht – bis zu einem Maximalbetrag von 750 Franken, so die Regierung.