Güterzug bleibt stundenlang im Gotthard-Tunnel stecken

URI ⋅ In der Nacht auf Freitag ist im Gotthard-Basistunnel ein Güterzug stecken geblieben. Erst rund sieben Stunden später gelang es, diesen aus dem Tunnel zu schleppen.
17. Februar 2017, 16:03

Der Güterzug blieb aufgrund einer Fahrzeugstörung um 2.34 Uhr im Gotthard-Basistunnel stecken. Der Tunnel war in der Folge während rund sieben Stunden für den Güterverkehr nur beschränkt befahrbar, wie Daniele Pallecchi, Mediensprecher der SBB, auf Anfrage sagt.

Zur Bergung wurde ein Lösch- und Rettungszug (LRZ) aus Biasca aufgeboten. Die Rettung war laut SBB aus bisher ungeklärten Gründen länger nicht möglich. In der Folge wurde ein LRZ aus Rotkreuz zum Pannenzug beordert.

Der Rettungszug aus Rotkreuz erreichte sein Ziel jedoch nicht. Er erlitt auf dem Weg in den Kanton Uri einen Defekt und musste wieder nach Rotkreuz zurückkehren. Schliesslich gelang es am frühen Freitagmorgen doch noch, den Güterzug durch den LRZ Biasca abzuschleppen.

Parallel dazu blieb ein weiterer Güterzug in Pollegio, nahe dem Südportal des Basistunnels, stehen. Dieser wurde von einem Rettungszug aus Erstfeld abgeschleppt.

Ab 9.30 Uhr verkehrten alle Züge auf der betroffenen Strecke wieder fahrplanmässig. Zwischen halb drei Uhr morgens und 8.30 Uhr wurden alle Reisezüge über die Bergstrecke umgeleitet. Reisende mussten mit einer Verspätung von einer Stunde rechnen.

Weshalb das Abschleppen der Güterzüge so lange dauerte, wird derzeit von den SBB noch abgeklärt. Menschen waren nach Angaben der SBB zu keiner Zeit in Gefahr.

chg


3 Leserkommentare

Anzeige: