Klein und Gross geniesst Älplerchilbi

BECKENRIED ⋅ Bevor am Sonntag der Winter einen grossen Schritt näher rückte, ging der Reigen der Nidwaldner Älplerchilbis zu Ende. Dabei spielte auch das Wetter mit – zumindest mehr oder weniger.
14. November 2017, 07:39

Edi Ettlin

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Weil die Beckenrieder die Älplerchilbi jeweils am zweiten Sonntag im November als Letzte im Kanton feiern, müssen sie sich meistens auf winterliches Wetter gefasst machen. Dieses Jahr wechselten sich Regentropfen und Sonnenstrahlen mit ein paar Windstössen ab. Doch während der nachmittäglichen Darbietungen auf dem Dorfplatz hielt sich das Wetter zurück, und die ­Meien auf den Trachtenhüten blieben weitgehend trocken.

Bevor die Viehsente am Nachmittag über den Dorfplatz zog, waren die 28 Älplerpaare, angeführt von der Feldmusik, nochmals in die Kirche geschritten. An der Dankandacht erinnerte der in Buochs aufgewachsene Festprediger Pfarrer Urs Zihlmann daran, dass man nicht nur für die Erntegaben, sondern generell für alle Früchte menschlicher Arbeit danken könne.

Auf dem Dorfplatz ging es anschliessend handfester zu und her. Die Butzi zerlegten einiges an Mobiliar, während die Älplerfrauen an den Fenstern des Rösslis aus sicherer Entfernung zuschauten. Nach der Viehherde waren die Fahnenschwinger an der Reihe, gefolgt von der mit Spannung erwarteten Dorfchlag. «Griänäwäudler» Sepp Ambauen und Beat Ryser trugen die Verse vor, mit denen sie das Geschehen des vergangenen Jahres pointiert aufs Korn nahmen. Doch wie ­Ambauen selber sagte: «Bees gmeind isch de sicher neyd.»

Mohrenköpfe spicken durch die Luft

Währenddessen konnten sich die Kinder eine Zwischenverpflegung verdienen. Beim Zielwerfen spickten Mohrenköpfe durch die Luft, das Traktorenrennen wurde mit Schokolade belohnt und beim «Chäszänne» gab es fürs Grimassen schneiden – natürlich Käse. Als das Wetter dann doch noch unfreundlicher wurde, ging das Fest mit Tanz im Festzelt und der Älplerchlag im Alten Schützenhaus weiter.


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