Wo Brautpaare beste Aussichten haben

NIDWALDEN ⋅ Ab Mitte Mai bietet das Zivilstandsamt Nidwalden Trauungen auf dem Stanserhorn an. In diesem Jahr ist es an sechs ausgewählten Nachmittagen möglich, sich auf dem Stanser Hausberg zu vermählen.
20. März 2017, 19:27

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ nidwaldnerzeitung.ch

Einer der wichtigsten Momente im Leben soll mit ganz besonderen Erinnerungen verknüpft sein. Mehr als die Hälfte aller Brautpaare frage beim Zivilstandsamt, ob die Trauung auch anderswo möglich sei, als «nur» im Trauungszimmer an der Marktgasse oder in der Rosenburg in Stans, erklärt Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser. «Mit dem neuen Angebot für Ziviltrauungen auf dem Stanserhorn kommen wir nun dem oft geäusserten Wunsch der Bevölkerung nach.» Der Stanser Hausberg habe sich fast aufgedrängt. Nicht nur deshalb, weil er mit der Bahn bestens erreichbar ist und über die nötige Infrastruktur verfügt. «Die fantastische Aussicht auf dem Stanserhorn hat doch auch grosse symbolische Bedeutung für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts», freut sich Regierungsrätin Karin Kayser über die neue Möglichkeit für Brautpaare.

Bei grosser Nachfrage ist Ausbau denkbar

Mit dem Stanserhorn-Stubli konnte das Zivilstandsamt in Zusammenarbeit mit der Bahn die gewünschte Alternative zu den bisherigen Trauungsorten finden. 2017 sind an sechs Freitagnachmittagen jeweils drei zivile Trauungen möglich. Falls die Nachfrage grösser sei als die möglichen 18 Termine, würde man sicher Ausweichdaten finden, meint Karin Kayser. «Wir warten nun ab, wie sich die Nachfrage entwickelt. Falls wir völlig überrannt würden, müssten wir das Angebot ausweiten.» Vom Gesetz her ist es in der Schweiz heiratswilligen Paaren freigestellt, wo sie sich trauen lassen wollen. Durchaus möglich also, dass sich eine schweizweite Nachfrage nach «Stanserhorn-Hochzeiten» entwickelt. Ein Vorrecht für Paare aus Nidwalden gibt es nicht.

Erfahrung mit Hochzeiten hat man bereits

Die amtlichen Kosten von 300 Franken für die Trauung auf dem Stanserhorn liegen etwas höher als für die konventionelle Ziviltrauung, die in Stans im Zivilstandsamt 75 Franken und in der Rosenburg 125 (Freitag) respektive 200 Franken (Samstag) kostet. (Die Detailangaben können direkt beim Zivilstandsamt nachgefragt werden.) Dazu kommt eine Pauschale von 1040 Franken, die von der Stanserhorn-Bahn direkt in Rechnung gestellt wird. Die Pauschale basiert laut Marketingleiterin Fabienne Huber auf dem Gruppentarif von 10 bis 20 Personen. «Sie beinhaltet Berg- und Talfahrten, Raummiete und Dekoration.» Natürlich hoffe man, dass die Gruppen auch Apéros oder Nachtessen auf dem Stanserhorn geniessen möchten und erstelle dafür gerne individuelle Offerten. Erfahrung mit Hochzeitsgesellschaften habe man ja bereits. «Es ist eine schöne Geschichte, dass nun auch die eigentliche zivile Trauungszeremonie bei uns möglich ist. Die ersten Resonanzen sind jedenfalls sehr gut und lassen annehmen, dass das Angebot ankommen wird», ist Fabienne Huber zuversichtlich.

Hinweis

Zivile Trauungen auf dem Stanserhorn sind möglich an den Freitagen vom 19. Mai, 9. Juni, 14. Juli, 11. August, 8. September und 20. Oktober 2017. Mehr Infos auch unter www.goo.gl/7BwRJ6.


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