Senioren schwingen das Tanzbein

STANS ⋅ Die Besucher der Seniorenfasnacht erlebten eine tolle und gepflegte Stimmung. Hohen Besuch gab es vom Frohsinnpaar Franz IV. und Judith Odermatt. Und eine Polonaise führte durch den ganzen «Engel».

17. Februar 2017, 08:06

«Man muss einfach mitmachen.» Dies sagte die 73-jährige, ehemalige Frohsinnmutter Erna Imboden an der von der Pro Senectute organisierten Seniorenfasnacht. Denn eins muss man den Senioren lassen: Tanzen und feiern können sie! Bereits die Tischdekoration deutete darauf hin, dass an der Seniorenfasnacht Musik und Tanz Trumpf sind.

Das Handorgelduett Tschifeler aus Kerns verstand es, die fasnächtlich gekleideten Besucher und Besucherinnen in Tanzlaune zu versetzen. Ländler, Fox, Schottisch lösten sich ab und sorgten für Stimmung. Etwas später dann alte Fasnachtshits wie «Trink, Brüderlein, trink», «Wir kommen alle, alle in den Himmel» oder «In München steht ein Hofbräuhaus». Wer wollte, konnte mitsingen, das Tanzbein schwingen oder gleich beides zusammen. Vergessen war das Knie, das zwickt, der Fuss, der knackst, oder der schmerzende Rücken. Im Walzer-, Fox- oder Marschtakt ging es rund herum, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

Im Lauf des Nachmittags meldete sich die Frohsinngesellschaft. Mit drei kräftigen Stockschlägen kündeten sie die Ankunft vom Frohsinnpaar Franz IV. und Judith Odermatt an. Getreu seinem Motto «Jetzt singe miär no eis», stimmte Franz IV. einige Lieder an. Anschliessend sammelten sich die Festbesucher zu einer Polonaise, die durch das ganze Restaurant und den Saal führte.

Dazwischen unterhielt die Clownin Therry Schuler aus Wolfenschiessen mit ihren humoristischen Einlagen.

«Man muss einfach mitmachen»

Viele sinnierten über vergangene Zeiten, als es noch keine DJs gab und die Musik noch «von Hand» gemacht wurde. An diese Zeiten erinnerte sich auch Werner Dittli, der seit drei Wochen in Stans wohnt. Mit Frack und Zylinder bekleidet drehte er sich mit Erna Imboden auf dem Tanzparkett. «Ich denke viel an die Maskenbälle in früheren Zeiten. Mir gefiel immer die Kameradschaft und die gute Stimmung», meinte der 73-jährige Fasnächtler.

Aber auch für seine gleichaltrige Tanzpartnerin hatte die Fasnachtszeit schon immer eine grosse Bedeutung «Wir gingen immer maskiert an die Fasnacht», meinte die ehemalige Frohsinnmutter.

 

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch


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