Nidwaldner Regierung will Neurentnern unter die Arme greifen

NIDWALDEN ⋅ Bei der Nidwaldner Pensionskasse sollen die Leistungseinbussen für Neurentner gemildert werden. Der Regierungsrat schlägt in einer Vernehmlassungsvorlage vor, dafür individuelle Einlagen aus dem bisherigen Teuerungsfonds zu verwenden. Dafür ist eine Gesetzesänderung nötig.
16. Februar 2017, 08:53

Der Verwaltungsrat der Nidwaldner Pensionskasse ordnete Massnahmen an, um eine weitere Unterdeckung zu verhindern. Ab 2018 werden zum einen die Sparbeiträge erhöht, zum anderen sinkt der Umwandlungssatz sukzessive von 6,3 auf 5,3 Prozent im Jahr 2023.

Einzelne Neurentner müssten damit Renteneinbussen von teilweise bis gut 5 Prozent hinnehmen. Der Regierungsrat will nun auf Empfehlung des Verwaltungsrats der Kasse die Einbussen in Härtefällen auf 3 Prozent begrenzen. Dafür sollen Mittel aus dem Teuerungsfonds genommen werden. Mit diesem waren bisher aktuelle Renten der Teuerung angepasst worden.

Im Fonds befinden sich rund 4,7 Millionen Franken. Die Mittel sollen ab 2022 für Einlagen an die dann betroffenen Neupensionäre verwendet werden. Der Saldo im Fonds wird dann über zwölf Jahre schleichend sinken.

Mit der geplanten Änderung des Pensionskassengesetzes werde das Massnahmenpaket zur Sanierung der Kasse sozialverträglich ausgestaltet, hält der Regierungsrat fest. Mit der Neuverwendung der Gelder aus dem Teuerungsfonds würden zudem auch die aktuellen Rentner einen Teil zur Stabilisierung der Pensionskasse beitragen. Denn die Mittel im Teuerungsfonds würden nicht mehr für Teuerungsanpassungen eingesetzt.

Die Vernehmlassung dauert noch bis im April 2017. Der Landrat soll die Vorlage im August und September beraten. Inkrafttreten soll sie Anfang 2018. (sda)


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