Nidwaldner Grüne empfehlen parteilosen Zürcher zur Wahl

WAHLEN 2015 ⋅ Die Grünen Nidwalden, die bei den eidgenössischen Wahlen nicht antreten, empfehlen bei den Nationalratswahlen die Wahl des parteilosen Andreas Fagetti. Der in Zürich wohnhafte Journalist der linken "WochenZeitung" sei ein Vertreter der grünen Politik und wählbar.
19. September 2015, 11:00

Fagetti, der keine näheren Beziehungen zu Nidwalden hat, tritt an, weil er eine stille Bestätigung von Nationalrat Peter Keller (SVP) verhindern will. Er selbst bezeichnet eine Wahl als unwahrscheinlich.

Fagettis Kandidatur werde in Nidwalden mehr als Störung denn als Volksrecht wahrgenommen, teilten die Grünen am Samstag mit. Wichtiger als der Wohnort sei für sie aber die politische Ausrichtung Fagettis, der sich im Falle einer Wahl der Grünen Fraktion anschliessen wolle.

Für die Ständeratswahlen empfehlen die Grünen, einen leeren Wahlzettel in die Urne zu werfen. Die Unterschiede zwischen CVP-Kandidatin Therese Rotzer und FDP-Kandidat Hans Wicki seien marginal. Beide befürworteten eine klar bürgerliche Politik und bevorzugten einen ruinösen Sparkurs statt zukunftsgerichtete Lösungen.

Neben Rotzer und Wicki kandidiert für die Ständeratswahlen ferner der parteilose Aussenseiter Sepp Käslin.

Als kleiner Halbkanton hat Nidwalden nur je einen Sitz im Nationalrat und im Ständerat. Während im Nationalrat der bisherige Peter Keller (SVP) erneut antritt, verzichtet Ständerat Paul Niederberger (CVP) auf eine weitere Amtszeit. (sda)


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