Grünes Licht für die Verlängerung der Buslinie 1 ins Rontal

LUZERN ⋅ Die Verlängerung der Buslinie 1 zur Mall of Switzerland stösst wegen den Fahrleitungen auf Widerstand. Das Bundesamt für Verkehr konnte die grosse Mehrheit der Beschwerden für gegenstandslos erklären.
17. Juli 2017, 10:19

Das Bundesamt für Verkehr hat die Plangenehmigung für den Bau der Fahrleitungen ins Rontal erteilt, wie die Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL) mitteilt. Die grosse Mehrheit der Beschwerden habe im Laufe des Verfahrens gütlich geregelt und vom Bundesamt für Verkehr als gegenstandslos erklärt werden können. Drei noch verbleibende Beschwerden hat das Bundesamt abgewiesen. Es läuft jetzt noch eine Beschwerdefrist von 30 Tagen. Danach geht das Projekt in die weitere Umsetzung.

Gegen die Verlängerung hatten einige Anwohner Bedenken angemeldet. Einige befürchten mit dem Anbringen eines Mastes einen Wertverlust ihres Grundstückes. Andere haben Bedenken, dass bei jeder Durchfahrt des Trolleybusses das Gebäude zittern würden (wir berichteten »). Alternativen zur Fahrleitung sehen sowohl der Kanton Luzern als auch der Luzerner Verkehrsverbund keine (wir berichteten »).

Die Trolleybuslinie 1 soll vom Maihof an der Stadtgrenze bis nach Ebikon zum neuen Einkaufszentrum Mall of Switzerland, das im November seine Türen öffnet, verlängert werden (siehe Grafik). Mit der Verlängerung bedienen die Busse dann die gleichen Haltestellen wie heute die Linie 23. Die Busse sollen künftig im 7,5-Minuten-Takt, in Randzeiten im Viertelstundenrhythmus, fahren.

Die Arbeiten kosten rund 13 Millionen Franken, wobei sich die «Mall» mit 1,5 Millionen Franken beteiligt. Geplant ist, dass die verlängerte Buslinie 1 mit dem Fahrplanwechsel 2019 in Betrieb geht.

Der Einsatz der 25 Meter langen Niederflurdoppelgelenktrolleybusse (RBus) soll die Kapazität zwischen Luzern und Ebikon erhöht werden. Die heutigen Dieselbusse der Linie 22 und 23 werden danach am Bahnhof Ebikon wenden und sollen den Bahnhof Luzern entlasten. 

rem


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