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Nach dem Mord: Jetzt spricht der Kommissar

Stefan Gubser während den Dreharbeiten am Schmutzigen Donnerstag. Zoom

Stefan Gubser während den Dreharbeiten am Schmutzigen Donnerstag.

«Tatort»-Kommissar Stefan Gubser und seine Filmcrew wagten sich am Schmutzigen Donnerstag mitten ins Fasnachtsgetümmel. Auf dem proppenvollen Kapellplatz drehten sie jene Szene, in der ein Luzerner Zünftler ermordet aufgefunden wird.


Stefan Gubser, Sie haben am Donnerstagmorgen Ihre Luzerner Fasnachtspremiere erlebt – wie wars?

Stefan Gubser: Grossartig! Ein Riesenerlebnis! Wir waren noch vor vier Uhr morgens in der Stadt und liessen uns durch den Strom treiben. Beim Dreh verlief trotz der ausgelassenen Stimmung der vielen Schaulustigen alles problemlos. Ich hätte nie gedacht, dass es so gut läuft, denn wir alle hatten grossen Respekt vor diesem Drehtag.

Der närrische Guuggen- und Ghettoblaster-Lärmpegel war zwischendurch ohrenbetäubend. Konnten Sie sich da überhaupt auf Ihre Rolle konzentrieren?

Gubser: Das war tatsächlich etwas erschwerend. Aber ich bin es gewohnt, auch an solchen Orten zu spielen. Vorbereitung ist alles.

Hand aufs Zürcher Herz: Wie gut hat Ihnen der ganze Zirkus wirklich gefallen?

Gubser: Als Zürcher war mir die Fasnacht bislang fremd. Am Donnerstag war ich dem ganzen Treiben so nah wie noch nie. Es war extrem beeindruckend, zu erleben, mit welcher Liebe, Kreativität und Freude dieser Brauch hier gelebt wird.

Weniger freundlich und liebevoll war der Zwist zwischen den «Tatort»-Machern und der Zunft zu Safran. Die Zunft stieg aus den Dreharbeiten aus. Die Drehbuch-Fasnacht war ihr zu sehr auf Sex und Alkohol reduziert.

Gubser: Das hat sich mittlerweile gelegt, ich hab noch am Donnerstag dem Zunftmeister die Hand gegeben. Zudem kann ich die Zurückhaltung auch ein Stück weit nachvollziehen. Wir machen nun mal Fiktion und brauchen dazu die Bösen – dass sich eine Zunft nicht um diese Rolle reisst, ist klar.

Sie verlieren kein schlechtes Wort über die Luzerner Fasnacht – wann stürzen Sie sich selber in ein Kostüm?

Gubser: Dieses Jahr fehlt mir wegen der Dreharbeiten die Zeit. Aber irgendwann muss ich das erleben.

Mit welchem Kostüm?

Gubser: Tja, schwierige Frage. Am liebsten gar nicht kostümieren, das ist ja schon mein beruflicher Alltag. Aber wenn es sein müsste, würde mir ein urchiger Waldgnom am besten gefallen.

red

Auf dem Kapellplatz in Luzern fanden Dreharbeiten zum neuen «Tatort»-Krimi «Schmutziger Donnerstag» statt.

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Leserkommentare
  • geschrieben am 20.02.2012 14:11

    Fasnacht ist lustig, unterhaltsam, fröhlich und anlässlich der Tagwache einen solchen Schwachsinn mitten von Fasnächtlern zu produzieren ist völlig daneben. Das ist kein Krimi sondern ausgemachter Unsinn und dürfte nicht für ein derartiges Produkt als Kulisse missbraucht werden. Rüüdig daneben was da geschah - ich rege mich noch immer darüber auf.

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