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Neue Zürcher Zeitung

Die neuen Londoner Trendsetter

Zeitenwende

jvr. Während sich bei uns nun doch langsam der Frühling anmeldet, beschäftigt sich die Modewelt bereits wieder mit der nächsten Generation von wärmenden Strickjacken, Tweed-Mänteln und Lammfellstiefeln.

jvr. Während sich bei uns nun doch langsam der Frühling anmeldet, beschäftigt sich die Modewelt bereits wieder mit der nächsten Generation von wärmenden Strickjacken, Tweed-Mänteln und Lammfellstiefeln. Vergangene Woche wurden nach New York nun auch in London die Kollektionen für Herbst/Winter 12/13 vorgeführt. Aus modischer Sicht hat die britische Hauptstadt gerade ein Heimspiel, wo derzeit doch alle Welt englische Klassik zitiert und so tut, als seien die Highlands der Ursprung aller Mode.

Highlight der London Fashion Week war die Show von Burberry Prorsum in einem transparenten Zelt in den Kensington Gardens. Zwar kam demjenigen, der vor sechs Wochen schon die Burberry-Männerkollektion in Mailand gesehen hatte, vieles bekannt vor, doch das hat durchaus seine Logik: Burberry ist eine jener Marken, welche das Konzept von «Total Look» bis ins kleinste Detail perfektioniert und ihre Kollektionen absolut synchron getaktet haben. Die Männermode von Burberry passt in Farbe, Stoffen, Details und Dekoration haargenau zur Damenmode.

«Town and Field» hiess das Burberry-Motto für die übernächste Saison, allerdings schien der urbane Anteil an Ideen deutlich zu überwiegen. Charakteristische Elemente waren grosse, aufgesetzte Taschen, veredelte Tweeds und Schiebermützen. Und natürlich trugen die Models zum Finale, unter künstlichem Regen aus der Sprinkleranlage flanierend, dieselben schicken Regenschirme wie schon in Mailand.

  • Burberry Prorsum: Schiebermützen . . .
  • . . . und ein Konzept, das auf «Total Look», auf synchron getaktete Kollektionen setzt.
  • Männer- und Damenmode sind bei Burberry Prorsum genau aufeinander abgestimmt.

In London wurden die Kollektionen für Herbst/Winter 12/13 vorgeführt. Highlight der London Fashion Week war die Show von Burberry Prorsum. Die Männermode von Burberry passt in Farbe, Stoffen, Details und Dekoration haargenau zur Damenmode. – In London ist ein Generationenwechsel im Gange: Eine Garde jüngerer Designer übernimmt das Zepter.

Erneut fällt in London eine Fülle von Prints und Jacquards auf: Selten waren gleichzeitig so viele, zum Teil in wilder Missachtung jeder Konvention miteinander kombinierte Muster auf den Laufstegen zu sehen. Jonathan Saunders zeigte 3-D-Prints, die Griechin Mary Katrantzou geometrische Abstraktionen in leuchtenden Farben, Erdem florale Fantasien aus besticktem Gummi und Peter Pilotto fluoreszierende Drucke zwischen digitaler Bildstörung und galaktischer Supernova.

Deutlich wurde auch: In London ist ein Generationenwechsel im Gange. Das saisonal wiederkehrende Aufbäumen britischer Mode-Helden wie Vivienne Westwood, Pam Hogg oder Paul Smith kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Garde jüngerer Designer das Zepter übernimmt.

Meadham Kirchhoff zeigen bunten Wahnsinn viel origineller als Westwood, die in einer Art von Altersstarrsinn nur noch ihre Standards zu wiederholen scheint. Exzentrische Experimente mit Mustern und Materialien sehen bei Giles wesentlich moderner aus als in der albernen Fetisch-Parade von Pam Hogg. Und moderne Klassik beherrschen Marios Schwab oder Christopher Kane schon ebenso souverän wie Smith.

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