Ein klares Nein zu falschen Konzepten

Zur eidgenössischen Abstimmung über das neue Energiegesetz
20. April 2017, 04:39

Gegen das Energiegesetz zu sein, bedeutet nicht automatisch, gegen saubere Energie zu sein. Ich bin in der Nähe eines AKWs gross geworden. Damals war es Pflicht, dass jeder Haushalt in der Nähe eines Kernkraftwerkes über eine Notfallbox verfügt. Ich bin mir also der Risiken der Atomenergie durchaus bewusst. Auch ich bin froh, wenn wir eine vernünftige Alternative haben und die AKW abschalten können. Aber was sind heute unsere Alternativen?

Solarstrom ist eine feine Sache, jedoch leben wir nicht auf den Kanaren mit durchschnittlich 11 Sonnenstunden pro Tag. Diejenigen unter uns, die in der Sonnenstube der Schweiz leben, haben optimistisch gerechnet gerade mal die Hälfte. Das mag im Sommer vielleicht gehen, jedoch ist die Speicherung von Solarenergie ein grosses Problem. Diese Technologie wird uns also nicht zuverlässig durch den Herbst und Winter bringen.

Ähnlich sieht es auch mit den Windturbinen aus. Auch hier gestaltet sich die Speicherung der Energie schwierig, und wir haben nur an wenigen Orten einigermassen konstanten Wind. So bleibt noch das Wasser, unsere Seen und Flüsse. Wir sollten uns darauf konzentrieren, diese Ressourcen effizienter für die Energiegewinnung zu gestalten.

Anstatt viel Geld in Energietechnologien zu stecken, welche nicht geeignet für unser Wetter sind, sollten wir in jene klugen Köpfe investieren, die an einer Technologie arbeiten, welche in unserem Land sinnvoll umsetzbar ist. Denn dort brauchen wir zündende Ideen, und dann müssen wir bereit sein, in diese zu investieren und sie umzusetzen.

Das geht aber nicht, wenn wir jetzt Milliarden für Technologien ausgeben, welche uns nicht zuverlässig über das ganze Jahr mit Strom versorgen können. Das neue Energiegesetz kostet Milliarden und ist realitätsfremd. Die Rechnung zahlen die Bürger, die Familien und das Gewerbe.

Stefan P. Müller, Emmetten

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